Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Dürre im Süden und Osten Deutschlands

Deutschland ist von anhaltender Trockenheit betroffen – besonders im Süden und Osten. Nach Angaben des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung liegt das vor allem an ausbleibenden Niederschlägen seit Herbst vergangenen Jahres.

    Auf einem Feld stehen vertrocknete Sonnenblumen
    Vertrocknete Sonnenblumen auf einem Feld in Brandenburg im September 2024 (picture alliance / ZB / Sascha Steinach)
    Die jüngste Hitzewelle habe die Austrocknung der oberen Bodenschichten zusätzlich verstärkt. In den ersten 25 bis 40 Zentimetern gehe vorhandenes Wasser zum Beispiel durch Verdunstung schnell verloren, sagte der Leiter des Dürremonitors, Andreas Marx, der Deutschen Presse-Agentur.
    In tieferen Bodenschichten sei die Lage ebenfalls angespannt. Der Grundwasserstand ist niedrig, die Dürrekarten weisen für Süddeutschland teils außergewöhnliche Trockenheit aus. Ein Ausgleich sei kurzfristig nicht zu erwarten. Selbst ein niederschlagsreicher Sommer könne das Defizit kaum beheben.
    Die Folgen betreffen mehrere Bereiche: Wälder stehen unter Stress, auch die Gefahr von Schädlingsbefall steigt. Zudem drohen weiter sinkende Pegelstände in Flüssen, was die Schifffahrt beeinträchtigen kann. In der Landwirtschaft rechnen Fachleute insbesondere bei Sommerkulturen wie Mais und Zuckerrüben mit Ertragseinbußen; sofern in den kommenden Wochen kein überdurchschnittlicher Regen fällt.
    Diese Nachricht wurde am 05.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.