Ausgetrocknete Donau
Dürre legt Mammutknochen in Bulgarien frei

Die extrem niedrigen Pegelstände der Donau haben in Bulgarien einen Kieferknochen und Teile der Stoßzähne eines Mammuts freiglegt. Die Knochenteile hätten "sehr wahrscheinlich" einem Mammut der Eiszeit gehört, sagte der Direktor des regionalen Geschichtsmuseums, Nikolay Nenow.

    Das Skelett des Mamuts
    Das Skelett des Mamuts (AFP / PHILIPPE DESMAZES)
    Sie wurden in der Nähe der Stadt Ruse im Nordosten des Landes im Flussbett gefunden. Ein Anwohner hatte sie zufällig entdeckt.
    Nenow geht davon aus, dass das Tier zu seinem Todeszeitpunkt noch jung war. Neben den Zähnen wurden Teile eines Schulterblatts und eines Oberschenkelknochens entdeckt. Die dunkle Farbe der Knochen deute darauf hin, dass das junge Mammut viel Zeit in sumpfigem Gelände verbracht habe, erklärte der Museumsdirektor.
    Für Archäologen sei es ein Glücksfund: Die Knochen seien gut erhalten. Anders als andere Mammutüberreste seien sie zudem an ein und derselben Stelle gefunden worden. Es sei also davon auszugehen, dass sie zu einem einzigen Tier gehörten.
    Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.