Auf dem Forum der Europäischen Neurowissenschaftler in Lissabon stellten Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ein Projekt vor, mit dem querschnittsgelähmte Menschen einen Roboter per Gehirnwellen steuern können. "Wir wissen, dass jeder Gedanke ein anderes Muster im EEG erzeugt. Eine Maschine kann lernen, welche Gehirnwellen - also EEG- Muster zu welchem Gedanken gehören. Auf diese Weise erkennt sie dann die Absicht einer Person", erklärt José del Millàn vom Institut IDIAP der EPFL und der Universität Genf in Martigny. Seine Versuchspersonen bewegen einen kleinen Roboter, in dem sie sich eine Handbewegung, einen rotierenden Würfel oder etwas ähnliches vorstellen. Es dauert nach Millàns Angaben nur fünf bis sieben Tage, bis die Probanden den Roboter bewegen können.
Das Projekt hat einen ernsten Hintergrund. Denn auf solche Weise könnten auch völlig querschnittsgelähmte Personen ihren Rollstuhl kontrollieren und sich so ein Stück Selbständigkeit zurückerobern. Millàn steuert genau dieses Ziel an, daher bewegt sich sein gedankengesteuerter Roboter mit derselben Dynamik wie ein Rollstuhl und in einer ähnlichen Umgebung. Allerdings handelt es sich noch um Miniaturroboter in einer Miniaturwohnung. Doch die Aufgabe entsprach den Ansprüchen in einer realen Wohnung, denn die Versuchsteilnehmer mussten die Roboter von einem Zimmer ins andere dirigieren. Millàn: "Es gelang ihnen tatsächlich den Roboter jedes Mal in den richtigen Raum zu delegieren." Unverzichtbar bei solchen Experimenten sind allerdings im Roboter eingebaute Sicherheitsvorkehrungen. So verfügt das Gerät über Sensoren, die ihm ein im Weg stehendes Hindernis anzeigen. José del Millàn will in drei Jahren den ersten Prototypen vorstellen.
[Quelle: Kristin Raabe]
Das Projekt hat einen ernsten Hintergrund. Denn auf solche Weise könnten auch völlig querschnittsgelähmte Personen ihren Rollstuhl kontrollieren und sich so ein Stück Selbständigkeit zurückerobern. Millàn steuert genau dieses Ziel an, daher bewegt sich sein gedankengesteuerter Roboter mit derselben Dynamik wie ein Rollstuhl und in einer ähnlichen Umgebung. Allerdings handelt es sich noch um Miniaturroboter in einer Miniaturwohnung. Doch die Aufgabe entsprach den Ansprüchen in einer realen Wohnung, denn die Versuchsteilnehmer mussten die Roboter von einem Zimmer ins andere dirigieren. Millàn: "Es gelang ihnen tatsächlich den Roboter jedes Mal in den richtigen Raum zu delegieren." Unverzichtbar bei solchen Experimenten sind allerdings im Roboter eingebaute Sicherheitsvorkehrungen. So verfügt das Gerät über Sensoren, die ihm ein im Weg stehendes Hindernis anzeigen. José del Millàn will in drei Jahren den ersten Prototypen vorstellen.
[Quelle: Kristin Raabe]