
Wie ein Sprecher des von der Terrororganisation Hamas geführten Gesundheitsministeriums mitteilte, wurden bei den neuen Attacken mindestens 70 Palästinenser getötet. Die israelische Armee erklärte, ein Flugzeug habe etwa zehn Hamas-Terroristen getroffen.
Seit der Nacht zu Dienstag attackiert Israels Armee wieder mit Luftangriffen sowie einer Bodenoffensive Ziele der Hamas und der mit ihr verbündeten Islamisten des Palästinensischen Islamischen Dschihad. Israel wirft der Hamas vor, die Freilassung von Geiseln wiederholt verweigert zu haben. Die Terrororganisation wiederum wirft Israel vor, die Waffenruhe einseitig gebrochen zu haben.
Mit den wieder aufgenommenen Angriffen will die israelische Armee eigenen Angaben zufolge auch eine Pufferzone zwischen dem Norden und dem Süden des Gazastreifens schaffen.
Nahost-Experte Steinberg: Scheitern der zweiten Phase der Waffenruhe im Gazastreifen war zu erwarten
Der Nahost-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik, Guido Steinberg, sagte im Deutschlandfunk, es sei zu erwarten gewesen, dass die zweite Phase der Waffenruhe im Gazastreifen scheitere. Beide Seiten, sowohl Israel als auch die Terrororganisation Hamas, hätten die Bedingungen dafür nicht einhalten wollen. Für die Hamas seien die israelischen Geiseln ihr Faustpfand und ihre Lebensversicherung. Israel wolle seinerseits die Hamas vollständig zerschlagen, erklärte Steinberg. Vor diesem Hintergrund sei es für die Regierung Netanjahus undenkbar, die Armee komplett aus dem Gazastreifen abzuziehen.
In der zweiten Phase der Waffenruhe sollte Israel die Truppen aus dem Palästinensergebiet zurückziehen. Die Hamas ihrerseits sollte alle israelischen Geiseln freilassen.
Diese Nachricht wurde am 20.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
