
Die Bundesregierung will den Zugang zu Lademöglichkeiten für Elektroautos in Mehrparteienhäusern verbessern. Dazu beginnt ein neues Förderprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro. Anträge können ab heute gestellt werden. Bundesverkehrsminister Schnieder (CDU) teilte mit, man bringe die Elektromobilität entscheidend nach vorne und steigere ihre Nutzerfreundlichkeit.
Laut Ministerium gehören zu den rund 20 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern in Deutschland rund 9 Millionen Stellplätze. Ein Großteil davon sei noch nicht mit Ladeinfrastruktur ausgestattet. Das Potenzial für den Ausbau von Ladeinfrastruktur sei erheblich. Der Ausbau der E-Mobilität gilt als ein zentraler Hebel für mehr Klimaschutz - der Verkehrssektor verfehlt aktuell Klimaziele.
Verband der Automobilindustrie hatte Handlungsbedarf bei Wallboxen an Mehrfamilienhäusern angemahnt
Gefördert werden laut Ministerium sowohl die Anschaffung als auch die Installation privater Ladeinfrastruktur, zum Beispiel Wallboxen, einschließlich der erforderlichen technischen Komponenten. Auch Netzanschlüsse und notwendige bauliche Maßnahmen seien förderfähig.
Der Verband der Automobilindustrie hatte auf ein bestehendes Ungleichgewicht bei den Ladestellen hingewiesen. Etwa drei Viertel der E-Auto-Besitzer wohnten derzeit in eigenen Häusern, während nur rund ein Viertel zur Miete oder in einer selbst genutzten, eigenen Wohnung lebten, hatte VDA-Präsidentin Müller Ende März gefordert. Diese Zahl verdeutliche den Handlungsbedarf, die Lademöglichkeiten auch in Mehrparteienhäusern zu verbessern.
Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
