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StartseiteJazzFactsWer's findet, dem gehört's24.10.2019

E-Bassist Björn MeyerWer's findet, dem gehört's

Björn Meyer erschafft im Alleingang faszinierende Klangwelten. Seine Stücke sind wie Soundtracks, sie haben Songcharakter oder sie erinnern an Monteverdi-Madrigale. Und das alles nur erzeugt von einem E-Bass plus Elektronik.

Von Karl Lippegaus

Björn Meyer ist seitlich im Porträt vor einer Wiese zu sehen (Martin Möll/ECM Records)
Klangzauberer auf der elektrischen Bassgitarre: Björn Meyer (Martin Möll/ECM Records)
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Der gebürtige Schwede entdeckte erst mit 18 Jahren, dass ihn die Bassgitarre ebenso interessierte wie die Naturwissenschaften. Sein Sound habe sich durch das Zusammenspiel mit Harfe, Nickelharfe und Oud stark verändert, sagt der in Bern lebende Künstler. Durch Experimentieren und das Collagieren gefundener Teile schuf Björn Meyer einen zwölfteiligen Solo-Zyklus: "Provenance". Was schlicht und einfach Herkunft bedeutet - und so vieles mitschwingen lässt: Reisen, Gedanken, Erinnerungen, Abstammung, Verortung. Es ist die erste Soloplatte Björn Meyers, der vier Alben mit Nik Bärtschs Ronin machte und seit Langem mit dem tunesischen Oudspieler Anouar Brahem arbeitet. "Provenance" ist wie das akustische Notizbuch eines Forschers bei der Selbstfindung. Der sehr naturverbundene Musiker, einer der großen E-Bassisten Europas, hat etwas entwickelt, das unsere Begriffe von akustisch und elektronisch hinterfragt.

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