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EbolaWHO befürchtet Tausende neue Fälle

In einer Folienkammer wird der Ebola-Patient  Miguel Pajares vom Flugzeug ins Krankenhaus in Madrid gebracht. (EPA/EMILIO NARANJO)
In einer Folienkammer wird der Ebola-Patient Miguel Pajares vom Flugzeug ins Krankenhaus in Madrid gebracht. (EPA/EMILIO NARANJO)

Die Ebola-Epidemie in Westafrika breitet sich nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation weiter aus. Für Dezember erwartet die WHO bis zu 10.000 neue Fälle pro Woche. Um die Epidemie tatsächlich in den Griff zu bekommen, muss den Gesundheitsexperten zufolge ein Kriterium erfüllt sein.

Die Überlebenschance für Ebola-Patienten in Westafrika ist offenbar niedriger, als die offiziellen Zahlen vermitteln: Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mitteilte, liegt die Sterblichkeitsrate in den drei am schwersten betroffenen Ländern Liberia, Guinea und Sierra Leone bei 70 Prozent.

Die WHO befürchtet in den nächsten Wochen rasant steigende Zahlen von Ebola-Erkrankungen. Im Dezember könnten jede Woche bis zu 10.000 neue Infektionen hinzukommen, sollte der Kampf gegen das tödliche Virus nicht binnen zwei Monaten verstärkt werden, erklärte der stellvertretende WHO-Generaldirektor Bruce Aylward. Die Krankheit habe im Laufe einer Monatsfrist weitere Kreise und Distrikte erfasst - die Sterberate sei auf 70 Prozent gestiegen.

Derzeit infiziere ein Ebola-Patient durchschnittlich zwei weitere Menschen, sagte Aylward. Um die Epidemie tatsächlich in den Griff zu bekommen, dürfe es gar keine Ansteckungen mehr geben. 

Ebola-Patient in Leipzig gestorben

Derweil ist der nach Leipzig ausgeflogene Ebola-Patient aus Westafrika in der Nacht zum Dienstag gestorben. Der 56-Jährige habe zuletzt eine intensiv-medizinische Behandlung erhalten, heißt es. Ein weiterer Patient befindet sich derzeit zur Behandlung in Frankfurt am Main. Der UNO-Mitarbeiter war unter hohen Sicherheitsvorkehrungen am vergangenen Donnerstag mit einem Spezialflugzeug aus Liberia nach Leipzig gebracht worden. 

Klinik: Keine Gefahr für die Öffentlichkeit

In Leipzig war der Patient unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen auf der Sonder-Isolierstation der Klinik für Infektiologie und Tropenmedizin behandelt worden. Für andere Patienten, Besucher oder die Öffentlichkeit bestand nach Klinikangaben keine Gefahr einer Ansteckung.

Der Mann war der dritte Ebola-Infizierte, der zur Behandlung nach Deutschland geflogen wurde. In Frankfurt am Main kümmern sich Mediziner noch um einen Arzt aus Uganda, der sich das Virus zugezogen hatte. Der dritte in Deutschland behandelte Patient aus dem Senegal konnte nach fünfwöchiger Therapie gesund aus einer Hamburger Klinik entlassen werden. 

(ach/tj/nch/tgs)

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