
Ein Sprecher des Bundeskartellamts teilte mit, nach vorläufiger Einschätzung der Behörde könnte sonst der Wettbewerb beeinträchtigt werden, da Edeka in einigen Regionen eine zu starke Marktstellung bekäme. Konkret gehe es um 38 Filialen, bei denen die Behörde Bedenken habe. Die Übernahme könne deswegen nicht in der geplanten Form genehmigt werden, erklärte der Kartellamtssprecher. Der Tegut-Mutterkonzern, die Schweizer Migros-Gruppe, hatte im März angekündigt, sich aus Deutschland zurückzuziehen und Tegut zu verkaufen.
Der hessische Wirtschaftsminister und Vizeregierungschef Mansoori sieht die vorläufige Einschätzung des Bundeskartellamts kritisch. Die Behörde entscheide unabhängig, aber gleichzeitig müsse der politische Umgang mit Nahversorgern lebensnah sein. Der SPD-Politiker verwies darauf, dass die Schließung von Filialen im ländlichen Raum dazu führen würde, dass viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren würden und die Bevölkerung teils ihren einzigen Nahversorger.
Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
