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Norwegen
Ehemaliger Biathlon-Präsident wegen Korruption verurteilt

Der ehemalige Präsident der Internationalen Biathlon Union, Anders Besseberg, ist von einem norwegischen Gericht wegen schwerer Korruption zu drei Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden.

    Anders Besseberg, Präsident der IBU, bei einer Pressekonferenz der Weltcups in Hochfilzen.
    Wegen Korruption verurteilt: Ex-IBU-Präsident Anders Besseberg (imago / Pressefoto Baumann / Julia Rahn)
    Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 78-jährige Norweger zwischen den Jahren 2009 bis 2018 Zuwendungen erhalten hat, unter anderem in Form von Luxusuhren und Jagdausflügen. Im Gegenzug soll er insbesondere bei möglichen Dopingvergehen russischer Teams nicht tätig geworden sein. Unter anderem war Besseberg auf der Grundlage einer Befragung der österreichischen Polizei verurteilt worden, in der er zugegeben hatte, dass er sich Besuche bei Prostituierten habe ausgeben lassen. Der Sportfunktionär hatte entsprechende Aussagen später widerrufen.
    Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Besseberg kündigte an, Berufung einzulegen. Er war von 1993 bis 2018 an der Spitze des Biathlon-Weltverbandes.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.