Schottland
Ehemaliger Chef der schottischen Regierungspartei SNP wegen Veruntreuung von Parteigeldern verurteilt

In Schottland ist der frühere Vorsitzende der Regierungspartei SNP, Murrell, wegen der Veruntreuung von Parteifinanzen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

    Großbritannien, London: Nicola Sturgeon (l), ehemalige Premierministerin von Schottland und ihr Ehemann Peter Murrell treffen zur Dankes-Messen in der St. Paul's Kathedrale, am zweiten Tag der Feierlichkeiten zum Platinjubiläum der Queen, ein.
    Peter Murrell mit seiner früheren Ehefrau, der ehemaligen schottischen Regierungschefin Nicola Sturgeon. (Kirsty O'connor/PA Wire/dpa)
    Der Ex-Mann von Schottlands ehemaliger Regierungschefin Sturgeon hatte sich im vergangenen Monat schuldig bekannt, umgerechnet rund 460.000 Euro Parteivermögen entwendet zu haben. Der Richter sprach bei der Urteilsverkündung von einem erheblichen Vertrauensbruch gegenüber den Parteimitgliedern und Spendern. Der 61-jährige Murrell war zwei Jahrzehnte lang Geschäftsführer der SNP. 2023 wurde er festgenommen. Die frühere schottische Regierungschefin war im Zuge der Ermittlungen ebenfalls vorübergehend festgenommen worden und trat im Februar 2023 zurück. Die Vorwürfe gegen sie wurden jedoch fallen gelassen.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.