Unterzeichnung in Davos
Ehemaliger UNO-Botschafter Wittig: Trumps Friedensrat wird nicht lange halten

Der ehemalige UNO-Botschafter Wittig geht nicht davon aus, dass sich der von US-Präsident Trump initiierte sogenannte "Friedensrat" international etablieren kann.

    US-Präsident Trump unterzeichnet den Friedensrat, er sitzt neben anderen Menschen an einem Tisch vor blauem Hintergrund.
    In Davos ist der von US-Präsident Trump initierte Friedensrat offiziell gegründet worden. (AP / Evan Vucci)
    Wittig sagte im Deutschlandfunk, es sei ein Irrglaube, dass in diesem Gremium eine Harmonie herrschen könne, die der UNO bislang nicht gelungen sei. Er nannte den Friedensrat eine - Zitat - absurde Konstruktion ohne internationale Legitimation. Wittig warnte, Europa und Deutschland würden durch einen Beitritt ihre Prinzipien mit Füßen treten.
    Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hatten gestern Vertreter von 19 Ländern die Gründungsurkunde unterzeichnet. Der Friedensrat soll weltweit Konflikte lösen und ist ganz auf Trump zugeschnitten. Für eine langfristige Mitgliedschaft müssen Staaten eine Milliarde Dollar zahlen. Unter anderem die EU, Frankreich und Deutschland haben sich bislang anblehnend geäußert.
    Trump zog heute eine Einladung an den kanadischen Premierminister Carney für den Friedensrat ohne Begründung zurück. Carney hatte in einer Rede in Davos indirekt die US-Außenpolitik kritisiert.
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.