
Das ergab eine Sonderauswertung von Daten aus dem Sozio-Ökonomischen Panel, die die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ataman, vorstellte. Als Beispiel berichtete sie von einer Mutter, die sich im Supermarkt aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert fühlte. Eine Angestellte habe den Kinderwagen der Frau ohne erkennbaren Anlass durchsucht und dies mit einem jüngst erfolgten Diebstahl in Zusammenhang gebracht. Eine Gesellschaft, in der sich neun Millionen Menschen als Bürger zweiter Klasse fühlten, sei instabil und anfällig, sagte Ataman.
Die Autoren der Untersuchung weisen darauf hin, dass bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen sei, dass sich die Diskriminierungserfahrungen auf den Zeitraum zwischen Mai 2021 und Januar 2023 beziehen. Damals war das Leben in Deutschlands durch die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie geprägt.
Diese Nachricht wurde am 10.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
