Eine Welt 

OmanNeuer Sultan unter Reformdruck

Sultan Haitham bin Tariq al Said bei seiner Amtseinführung im Sultanspalast in Maskat am 11.01.2020. (imago / Yang Yuanyong)

Nach dem Tod des Sultans Qabus bin Said hat dessen Cousin die Herrschaft in Oman übernommen. Qaboos hat das Land 50 Jahre lang regiert und den Oman aus der bitteren Armut in die Moderne geführt. Das Volk hat ihn auch deshalb verehrt. Kein leichtes Erbe für seinen Nachfolger, Sultan Haitham.

Beitrag hören

Machtpolitik mit dem Virus Warum China Taiwan aus der WHO raushält

Menschen tragen Mundschutz in der Metro von Taipeh (Deutschlandradio/Carina Rother )

Als Nachbar von China will Taiwans Regierung genau über den Verlauf des Coronavirus informiert sein. China aber sieht Taiwan als Teil des eigenen Landes und verhindert, dass Taiwan Mitglied der Weltgesundheitsorganisation WHO wird. Mit Folgen für Taiwans Informationspolitik.

Beitrag hören

BrasilienBolsonaro hebt Schutz indigener Gebiete auf

Indigene Frauen schreien politische Parolen bei einem Protest gegen die Umweltpolitik des rechten Präsidenten Bolsonaro und den Verlust ihrer traditionellen Siedlungsgebiete. Bolsonaro will vor allem das Amazonasgebiet stärker wirtschaftlich nutzen und weitere Rodungen zulassen. (picture alliance/Tuane Fernandes/dpa)

Rund 13 Prozent des brasilianischen Staatsgebietes wird von Indigenen bewohnt und war bislang geschützt - das hat auch den Regenwald gerettet. Doch Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro will die Schutzgebiete für Bergbau, Energiegewinnung und andere wirtschaftliche Ausbeutung freigeben.

Beitrag hören

Rüstungsproduktion"China baut seine militärische Macht aus"

Militärparade in Peking im Jahr 2015  (picture alliance / Photoshot)

China ist nach den USA der größte Waffenproduzent der Welt. Der Regierung in Peking gehe es um Macht und Einfluss, um die Welt zu gestalten, sagte Sicherheitsexperte Christian Mölling im Dlf. Die USA schlössen eine militärische Konfrontation mit China in der Zukunft nicht aus.

Beitrag hören

Indien nach dem BrexitAttraktiver Partner für Großbritannien

Boris Johnson als britischer Außenminister mit dem indischen Premierminister Narendra Modi 2017 in Neu Dehli, Indien (AFP / PIB)

Vor mehr als 70 Jahren hat Großbritannien seine Kolonie Indien freigegeben. Auch wenn ihr Verhältnis zu der ehemaligen Kolonialmacht ambivalent ist, hat die indische Regierung an geschäftlichen Beziehungen mit Großbritannien Interesse, besonders nach dem Brexit.

Beitrag hören

Zwangsarbeit in EritreaGefördert mit EU-Geldern?

Arbeiter stehen an Deck eines Botes im Fischereihafen von Massawa, Eritrea (picture alliance / dpa / imageBROKER)

Die EU subventioniert in Eritrea ein Straßenbauprojekt, in dem vor allem Nationaldienstleistende arbeiten – und zwar zwangsweise. Laut EU soll das Projekt helfen, Frieden und Handel zwischen Eritrea und Äthiopien zu fördern. Für Menschenrechtler dagegen stützt die EU damit Zwangsarbeit und Unterdrückung.

Beitrag hören

Algerien lässt Gefangene freiEhemalige Inhaftierte erzählen

Demonstranten bilden Sprechchöre. Ein Mann im Vordergrund hält eine brennde Fackel in die Höhe.  (AFP/Ryad Kramdi)

Nachdem Algeriens mächtiger Armeechef Ahmed Salah Ende Dezember plötzlich gestorben ist, scheint das nordafrikanische Regime auf die Demonstranten zu zugehen, die seit mehr als zehn Monaten den Rückzug der alten Garde fordern. Inzwischen wurden mehrere Inhaftierte dieser Protestbewegung freigelassen.

Beitrag hören

IndienGefahr der Radikalisierung in Kaschmir

Ein Soldat einer indischen Paramilitär-Einheit in Srinagar im Bundesstaat Jammu und Kaschmir (Imago/Idrees Abbas)

Vor einem halben Jahr erkannte die indische Regierung der mehrheitlich muslimischen Region Kaschmir ihre Sonderrechte ab. Seitdem herrscht Ausnahmezustand. Das dränge insbesondere junge Männer in die Radikalisierung, beobachten Kaschmirer - und befördere eine Hinwendung an das angrenzende Pakistan.

Beitrag hören

Burkina FasoGeisel des Terrors

Anschlag in Ouagadougou: Menschen stehen in einiger Entfernung zu dem Anschlagsort in der Hauptstadt von Burkina Faso. Man sieht dichte, schwarze Rauchwolken. (AFP / Ahmed Ouoba)

Burkina Faso gilt als Sinnbild für den sich ausbreitenden Terror in Westafrika. Seit vier Jahren erlebt der westafrikanische Staat einen terroristischen Anschlag nach dem anderen. Obwohl die internationale Gemeinschaft Hilfe angekündigt hat, kommt im Land laut Regierung aber wenig an.

Beitrag hören

Befriedung "Libyen hat alles, um einen Neustart zu schaffen"

Ein Kämpfer der international anerkannten Regierung schaut mit einem Fernglas durch ein Einschussloch in einer Hauswand (picture alliance / dpa / Amru Salahuddien)

Ein türkischer Einmarsch wäre die erste offizielle ausländische Truppenpräsenz im Bürgerkriegsland Libyen - inoffiziell seien dort viele Länder aktiv, sagt der Journalist Mirco Keilberth, der das Land bereist hat. Er meint, die Zeit für eine friedliche Lösung in Libyen sei noch nicht abgelaufen.

Beitrag hören

Separatisten in West-KanadaTrudeau kämpft gegen einen "Wexit"

Kanadische Flagge im Gegenlicht (picture alliance / Panimages)

Kanadas Premier Justin Trudeau will nach seiner knappen Wiederwahl den Klimawandel aktiver bekämpfen. Separatisten im Westen des Landes, wo die Arbeitslosigkeit steigt, sehen diesen Fokus auf Ökologie kritisch - und fordern einen "Wexit".

Beitrag hören

Neue Regierung FernándezArgentinien vor großen Reformaufgaben

Alberto Ángel Fernández, Präsidentschaftskanidat des Parteienbündnisses „Frente de Todos“ in Argentiien spreizt nach seiner Stimmangabe in Buenos Aires die Finger einer Hand. Links steht seine Frau. | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Ralf Hirschberger)

Eine Politik der sozialen Wohltaten mit ungeklärter Finanzierung? Vertreter von Wirtschaft und Opposition in Argentinien halten das nicht für den richtigen Weg. Sie fordern tiefergreifende Reformen, unter anderem verlässliche Bedingungen für die Wirtschaft.

Beitrag hören

Krieg im Jemen"Viele Menschen müssen dreckiges Wasser trinken"

Männer und Kinder füllen an einer Wasserpumpe in Jemens Hauptstadt Sanaa Trinkwasser in Plastikkanister  (picture alliance / Photoshot/ Mohammed Mohammed)

Die Hälfte der Menschen im Bürgerkriegsland Jemen lebt nach UN-Angaben in akuter Not. Sowohl Regierung als auch Huthi-Rebellen seien verantwortlich für die humanitäre Lage, sagte Jemen-Expertin Marie-Christine Heinze im Dlf. Es mangele an sauberem Wasser, Medikamenten und bezahlbaren Lebensmitteln.

Beitrag hören

Japans Umgang mit GeflüchtetenJahrelange Haft, keine Perspektive

Ein Gefängnisaufseher steht im Zellentrakt in einer Haftanstalt in Tokio  (AFP/ Karyn Nishimura)

In Japan bleiben abgelehnte Asylbewerber im Durchschnitt zwei Jahre in Abschiebehaft, viele jedoch länger. Immer wieder treten Häftlinge in Hungerstreik, um gegen ihre unmenschliche Behandlung im Gefängnis zu protestieren. Als Flüchtling anerkannt wird kaum jemand.

Beitrag hören

Taiwan vor den WahlenEin Land, zwei Identitäten

Die taiwanische Präsidentin Tsai Ing-Wen steht zusammen mit dem Bürgermeisterkandidaten Chen Chi-mai in einem Tempel in Kaohsiung und betet. (imago/Zuma Press/Stanley Leung)

Im taiwanischen Wahlkampf dreht sich alles um die Beziehung zu China. Die Volksrepublik sieht die Insel als Teil ihres Territoriums und droht mit militärischer Gewalt. Vor allem junge Taiwaner schauen nach Hongkong und fürchten um ihre Freiheit.

Beitrag hören

Protestfreitag in AlgerienDemonstranten halten die Wahlen für manipuliert

Demonstranten während des 41. Freitagsprotestes "Hirak" gegen die politische Elite, aufgenommen am 29. November 2019 (imago images/Hans Lucas)

24 Millionen algerische Wähler waren am Donnerstag aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Später verkündete die Wahlbehörde: Der neue Präsident heißt Abdelmadjid Tebboune. Die Protestbewegung aber will weitermachen - bis das Regime aus Vertrauten des ehemaligen Machthabers Bouteflika tatsächlich fällt.

Beitrag hören

KongoMilizen richten Gewalt gegen Zivilbevölkerung

Proteste im kongolesischen Monusco gegen die UN-Mission am 30.11.2019, weil diese bewaffnete Angriffe gegen Zivilisten wohl häufig nicht verhindert  (AFP / Patrick Meinhardt)

In der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo fliehen Hunderttausende vor bewaffneten Gruppen, die plündern, vergewaltigen und töten. Doch wer hinter den Angriffen steckt, weiß niemand genau. Eine UN-Mission soll helfen, die Zivilbevölkerung zu schützen. Doch ihre Möglichkeiten sind begrenzt.

Beitrag hören

Frauen in Saudi-ArabienZwischen Geschlechtertrennung und Welteroberung

Für Journalistin Somayya Jabarti war die Aufhebung des Fahrverbots für Frauen ein entscheidender Schritt. Eine Frau steht vor einem Plakat. (Deutschlandradio / Anne Françoise Weber)

In den vergangenen Jahren hat die Regierung in Saudi-Arabien die Stellung der Frauen gestärkt. Gerade junge gut ausgebildete Frauen haben den Eindruck, dass ihnen die Welt offensteht. Doch die Freiheit hat weiterhin ihre Grenzen.

Beitrag hören

Opioid-Krise in den USADealer im weißen Kittel

Ein Arzt hält Tabletten in der Hand. (imago/STPP)

Der Abstieg in die Drogen hat für tausende US-Amerikaner mit opioidhaltigen Schmerzmitteln begonnen. Besonders dramatisch ist die Lage in Tennessee. Dort kommen auf 100 Personen 94 Rezepte. Auch Claire Patterson wollte eigentlich nur ein Medikament gegen Migräne - und wurde abhängig von Heroin.

Beitrag hören

RohingyaDie Ungewollten in Myanmar

Die Rohingyas flüchten weiterhin aus Myanmar (29.9.2017). (AFP / Fred Dufour)

In der kommenden Woche beginnt das Verfahren gegen Maynmar vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Dem Land wird Völkermord an den muslimischen Rohingya vorgeworfen. Vor Ort findet das Vorgehen der Armee jedoch Beifall in der Bevölkerung - und in vielen buddhistischen Gemeinden.

Beitrag hören

UsbekistanWie unabhängig ist die Justiz?

Schawkat Mirsijojew, Präsident von Usbekistan (dpa / Bernd von Jutrczenka)

Seit knapp drei Jahren setzt Präsident Schavkat Mirziyoyev in Usbekistan eine Reform nach der anderen um. Durch politische und wirtschaftliche Veränderungen lockt er ausländische Geldgeber ins Land. Doch Zweifel an der Funktionsfähigkeit der Justiz wachsen und verunsichern auch Investoren.

Beitrag hören

IranDemonstranten unter Druck

Protest mit brennenden Reifen in der iranischen Stadt Isfahan. (AFP)

Nach den Protesten im Iran ist für die Regierung in Teheran klar: Das Ausland steckt dahinter. Zwar scheint es im Land seit einer Woche wieder ruhig zu sein. Doch die Demonstranten zahlen weiter einen hohen Preis. Festnahmen sind an der Tagesordnung und die Regierung mobilisiert ihre Unterstützer.

Beitrag hören

Sierra LeoneZwischen Traumata, Drogen und Ausbeutung

Fünf der ehemaligen Kindersoldaten um ein Okada genanntes Motorrad (Deutschlandradio/ Benjamin Moscovici)

Sie haben gemordet, vergewaltigt und gebrandschatzt und sind doch selbst Opfer. In Sierra Leone versuchen ehemalige Kindersoldaten, mit dem zivilen Leben zurechtzukommen. Doch der Weg ist lang. Während früher Warlords an ihnen verdient haben, sind es heute Geschäftsleute.

Beitrag hören

LibanonIrans Verbündete unter Druck

Beirut, 13. November 2019 Xinhua -Menschen nehmen an einem Protest in Baabda südöstlich von Beirut im Libanon teil. Tausende libanesische Demonstranten blockierten am Mittwoch die Straßen im gesamten Libanon, um ihre Empörung auszudrücken. (imago-images/ Bilal Jawich)

Landesweite Proteste gegen Misswirtschaft und Korruption haben zuletzt den Libanon erschüttert. Eine der führenden sunnitischen Politiker, Ministerpräsident Saad al-Hariri, wirft das Handtuch und sucht nun mit den schiitischen Gruppen neues Führungspersonal. Aber auch die Verbündeten des Iran stehen unter Druck.

Beitrag hören

Verschiedene Symptome, ähnliche ProblemeWas hinter den Protesten in Lateinamerika steckt

Aktivisten in Buenos Aires setzen sich für chilenische Proteste ein. (dpa / picture alliance / Carol Smiljan)

Chile, Brasilien und Nicaragua, Venezuela, Bolivien, Ecuador – in vielen Ländern Lateinamerikas gehen die Menschen gegen ihre Regierungen auf die Straße, aus scheinbar höchst unterschiedlichen Gründen. Lateinamerika-Kennern zufolge leiden diese Länder allerdings alle unter ähnlichen Problemen.

Beitrag hören

DDR-Gastarbeiter aus Mosambik"Bis heute haben wir kein Geld erhalten"

Ein Park im Zentrum von Maputo, der Hauptstadt von Mosambik, ist Treffpunkt der Madgermanes - im lokalen Dialekt das Wort für deutsche Leute (Foto vom 08.11.2014, der Anführer der Madgermanes Gruppe in Maputo, José Alfredo Cossa). Auf Englisch hieße es wütende Deutsche . Sie alle sind DDR-Einwanderer aus Afrika, die sich vom Sozialismus betrogen fühlen. 25 Jahre nach dem Mauerfall kämpfen sie noch immer um Geld von einem Staat, den es gar nicht mehr gibt. Ehemalige sozialistische Vertragsarbeiter in Mosambik a Park in Center from Maputo the Capital from Mozambique is Meeting point the Madgermanes in local Dialect the Word for German People Photo of 08 11 2014 the Leader the Madgermanes Group in Maputo Jos Alfredo Cossa on English it angry German Them all are GDR Immigrants out Africa the to of Socialism cheated Feel 25 Years after the Wall case fight Them yet Always to Money from a State the it even not more gives former Socialist Contract workers in Mozambique (imago / epd)

Die größten Wendeverlierer sind wir, sagen einstige DDR-Vertragsarbeiter aus Mosambik. Seit vielen Jahren gehen sie jede Woche in Maputo auf die Straße für ihr Geld. Die DDR hatte einen großen Teil davon an die mosambikanische Regierung überwiesen - die es den Männern und Frauen nicht auszahlte.

Beitrag hören

China stoppt Finanzierung in KeniaZug nach nirgendwo

Bahnstrecke durch den Nairobi National Park in Kenia. Eigentlich hatte die Trasse bis zum Nachbarland Uganda gehen sollen - doch aus China kommt kein Geld mehr. (picture alliance / Photoshot)

Von Kenia bis nach Uganda hätte die von China finanzierte Eisenbahnstrecke reichen sollen. Doch die Investoren stiegen beim Ausbau der Infrastruktur in Kenia vorzeitig aus, nachdem das letzte Eisenbahnprojekt Verluste einfährt. Außerdem gibt es Widerstand in dem afrikanischen Land.

Beitrag hören

Besuch bei Freunden?Rechte EU-Parlamentarier in Indien

Gruppenfoto: Indiens Premierminister Narendra Modi vorne, umgeben mit 27 Mitgliedern einer Reisegruppe von EU-Abgeordneten überwiegend rechtspopulistischer Parteien am 28.10.2019. (AFP /PIB / Handout)

Als Kanzlerin Merkel nach Indien kam, hatte eine Reisegruppe von rechten EU-Parlamentariern das Land gerade verlassen. Die meisten sind Mitglieder von rechten oder rechtsextremen Parteien wie der AfD, der polnischen PIS oder der Forza Italia. Der Besuch dieser europäischen Abgeordneten wirft nach wie vor viele Fragen auf.

Beitrag hören

KalifornienVermeidbare Feuerkatastrophen

Feuerwehrmänner vor einem brennenden Lagerhaus in Riverside in Kalifornien am 31. Oktober 2019. (imago / Watchara Phomicinda)

In Kalifornien wüten verheerende Feuer. Neben steigenden Temperaturen und zunehmenden Dürren gibt es auch eine weitere Ursache: die veraltete Infrastruktur der regionalen, privaten Energieanbieter. Denn wenn marode Strommasten umstürzen, lösen sie häufig Feuer aus.

Beitrag hören

Aufstände in HaitiDas öffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen

Menschen laufen in Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti, in einer Demonstration mit. Auf ihren Schildern fordern sie den Rücktritt von Präsident Jovenel Moise. (AFP)

Seit acht Wochen sind die Schulen in Haiti geschlossen, öffentliches Leben findet nicht mehr statt. Nur ein Rücktritt des Präsidenten Jovenel Moïse könnte den Weg zu einer politischen Lösung frei machen, sagte Katja Maurer von der Nichtregierungsorganisation Medico International im Dlf.

Beitrag hören

Wahlen in ArgentinienDas Phänomen Peronismus

Präsidentschaftskandidat Alberto Fernández während einer Debatte am 21. Oktober in Buenos Aires. (imago images/Agencia EFE)

Vier Jahre nach seiner Wahl steht Argentiniens liberalkonservativer Präsident Mauricio Macri vor dem Aus. Sein Herausforderer Alberto Fernández gilt als klarer Favorit bei den Präsidentenwahlen. Die Rückkehr der Peronisten an die Macht weckt Erinnerungen an die Vergangenheit.

Beitrag hören

LibanonEin Land in Aufruhr

Demonstranten in Beirut schwenken libanesische Flaggen während eines Protests.  (dpa/Marwan Naamani)

Hunderttausende Menschen haben in den vergangenen Tagen im Libanon gegen Korruption und Vetternwirtschaft protestiert. Der Regierung gelingt es nicht, die Lage im Land zu beruhigen. Die Demonstranten trauen den Reformversprechen nicht, sagte Heiko Wimmen von der International Crisis Group im Dlf.

Beitrag hören

Vor dem Russland-Afrika Gipfel in Sotschi Russlands geopolitische Interessen in Afrika

Der russische Präsident Putin wirft seinen Wahlzettel in die Urne. (AFP/Alexey Nikolsky)

Mit rund 40 afrikanischen Ländern unterhält Russland Militärabkommen. Länder wie der Sudan oder Algerien erhielten militärisches Knowhow und Waffen und gewährten dafür den Zugang zu Rohstoffen, sagte Benno Müchler, Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in der DR Kongo, im Dlf.

Beitrag hören

MosambikDie Wahlen und die Gewalt im Norden

Einwohner der mosambikanischen Stadt Mókimboa da Praia während eines Festes am 7. März 2018 (AFP/Adrien Barbier)

In Mosambiks nördlicher Provinz Cabo Delgado gibt es seit zwei Jahren regelmäßig tödliche Überfälle auf die örtliche Bevölkerung. Ein wichtiges Thema im aktuellen Wahlkampf. Am 15. Oktober wählt das Land einen neuen Präsidenten, ein Parlament sowie Provinzparlamente. Gefragt ist ein Rezept, um die Ruhe in Cabo Delgado wiederherzustellen.

Beitrag hören

Proteste gegen RegierungJunge Iraker fühlen sich von Politikern allein gelassen

01.10.2019, Irak, Bagdad: Demonstranten schwenken Fahnen während einer Demonstration gegen Korruption in der Regierung und politischen Stillstand auf dem Tahrir-Platz Slogans. Im Irak herrscht in der Bevölkerung unter anderem wegen der schlechten Infrastruktur und Arbeitslosigkeit großer Frust. Foto: Ameer Al Mohammedaw/dpa | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Ameer Al Mohammedaw)

Stromausfälle, dreckiges Leitungswasser, Ministerien als Selbstbedienungsläden - die irakische Bevölkerung ist unzufrieden. Der Unmut trifft nicht nur die politische Klasse, sondern auch die parlamentarische Demokratie. Die Politik reagiert auf die Proteste ohne Verständnis.

Beitrag hören

Punjab in IndienWaffenscheine nur gegen Bäume

Amarbir Singh Dhillon, der Eigentümer des kleinen Waffengeschäft in Ferozepur. (deutschlandfunk/ Bernd Musch-Borowska)

Umweltschutz und Pumpgun – im Bezirk Ferozepur im indischen Bundesstaat Punjab ist das kein Widerspruch. Denn: Den Waffenschein darf nur beantragen, wer vorher zehn Bäume gepflanzt hat. So wollen die Behörden noch etwas Gutes für die Umwelt tun.

Beitrag hören

Arabische Dörfer in IsraelWelle der Gewalt

Die Bürger der Stadt Um El Fahm im Norden Israels demonstrieren und fordern die Polizei zum Handeln auf. (deutschlandfunk/ Benny Riemer)

Clan-Kriminalität, Familienfehden, Morde. Seit Jahresbeginn häufen sich Gewaltdelikte in den arabischen Städten im Norden Israels. Bürgermeister werfen der Polizei Untätigkeit vor. Die Bewohner der Städte und Dörfer fürchten zunehmend um ihre Sicherheit.

Beitrag hören

MigrationLeben mit dem Tod

Eine Mutter in Conakry (Guineia) hält in ihren Händen das Foto ihres Sohnes, der die Reise nach Europa aus unbekannten Gründen nicht überlebte. (Deutschlandradio / Benjamin Moscovici)

Seit 2015 sind laut Angaben der Internationalen Organisation für Migration rund 14.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken. In der Öffentlichkeit bleiben die meisten Toten namenlos. Die Familien in der Heimat müssen dagegen nicht nur die Trauer bewältigen.

Beitrag hören

70 Jahre Volksrepublik Chinas Weg zur Supermacht

Chinesische Soldaten bei einer Übung für eine Militärparade (Getty Images Europe)

Am 1. Oktober feiert die Volksrepublik China 70 Jahre Staatsgründung - mit einer gigantischen Militärparade in Peking. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping träumt von einem "starken Militär", es ist für ihn zentraler Bestandteil bei der Entwicklung Chinas zu einer Großmacht.

Beitrag hören

Mangroven speichern CO2Klimawunder an Kenias Küste

Ein Schiff fährt durch einen Mangrovenwald auf Lamu Island in Kenia (picture alliance/ robertharding/ James Strachan)

Mangroven sind regelrechte Fresser von Kohlendioxid und Co. Sie können bis zu fünf Mal mehr Treibhausgase speichern als andere Bäume. In Kenia wurden sie lange Zeit abgeholzt. Eine Initiative sorgt nun für ihren Erhalt - und verdient am Emissionshandel.

Beitrag hören

VenezuelaErfolgloser Juan Guaidó

Der venezolanische Oppositionsführer Juan Guaidó bei einer Demo in Caracas (picture alliance / Jimmy Villalta)

Anfang des Jahres galt Juan Guaidó noch als Shootingstar der Opposition in Venezuela. Jetzt verhandeln Abweichler wieder mit Machthaber Nicolás Maduro - und mit dem Rücktritt von US-Sicherheitsberater John Bolton hat Guaidó auch noch seinen Fürsprecher im Weißen Haus verloren.

Beitrag hören

SüdafrikaFlucht vor Fremdenhass

Vor dem nigerianischen Konsulat in Südafrika drängen sich Nigerianer in Reisebusse. (Deutschlandradio / Adrian Kriesch )

Auf dem afrikanischen Kontinent gilt Südafrika als beliebtes Ziel für Migranten. Nigerianer oder Simbabwer etwa suchen in der selbsterklärten Regenbogennation Arbeit und Wohlstand. Doch oft genug erleben sie Fremdenhass und Angriffe. Hunderte Nigerianer haben jetzt die Heimreise angetreten.

Beitrag hören

Tunesien vor der WahlEnttäuschte Bürger, Reform-Stillstand

Die Küstenstadt Gabès mit einer Industriesilhouette zum offenen Meer hin.  (AFP / Stringer)

Die Stimmung vor der Wahl in Tunesien ist schlecht: Trotz Fortschritten bei der Demokratie fühlt sich die Bevölkerung im Stich gelassen. In Gabès, einer Küstenstadt geprägt von der Chemiebranche, haben Politiker einst viel versprochen, aber wenig umgesetzt. Nun sind 26 Kandidaten für das höchste Staatsamt im Rennen.

Beitrag hören

NordkoreaUnter wachen Augen

Nordkorea feiert mit einer Militärparade den 70. Jahrestag der Staatsgründung. (AFP Sebastien BERGER)

Atomprogramm, Raketentests, Totalitarismus - Nordkorea ist kein Land, das gute Assoziationen weckt. Es ist nach außen hin streng abgeschottet, international weitestgehend isoliert und von den Vereinten Nationen mit Sanktionen belegt.

Landwirtschaft NordkoreaAckern gegen den Hunger

Angst vor Überschwemmung - Kooperative Chonsam (Deutschlandradio / Kathrin Erdmann)

Mehr als 40 Prozent der Nordkoreaner sind nach Angaben der Vereinten Nationen von einer Hungersnot bedroht. Etwas besser als den Menschen, die komplett von staatlicher Versorgung abhängig sind, geht es den Bauern der Kooperative in Wŏnsan. Sie dürfen sich in kleinen Gärten selbst versorgen.

Beitrag hören

NordkoreaAm Wasser hängt alles

Eine Holzbrücke über einem Fluss (Deutschlandradio / Kathrin Erdmann)

Rund 40 Prozent der Menschen in Nordkorea sollen in diesem Jahr von einer Hungersnot bedroht sein. Das liegt nicht nur am Klima, sondern auch daran, dass es vielen Nordkoreanern am Nötigsten fehlt, um mit Krisen besser umgehen zu können. Ein Projekt vom Roten Kreuz zeigt Lösungsperspektiven auf.

Beitrag hören

Freie Kunstszene im Irak Mehr Kunstbegeisterung erwünscht

Kunstausstellung in Bagdad, Irak (Deutschlandradio / Carsten Kühntopp)

Künstler haben es im Irak schwer, finden wenig Publikum. Nach dem Krieg gegen den IS, der Unsummen verschlang, gibt es dort andere Prioritäten. Auch das Erstarken des politischen Islam erschwert eine freiere Entwicklung der Szene.

Beitrag hören

Kunst im Irak Das Geld kommt aus dem Ausland

Tarkib-Festival im ehemaligen Abu-Nawaz-Theater in Bagdad, Irak (Deutschlandradio / Carsten Kühntopp)

Der IS ist abgezogen, weite Teile des Landes liegen in Trümmern. Und doch fangen Künstler in Bagdad an, die Kulturszene wieder aufzubauen - mit Geldern aus Frankreich und Deutschland. Ein wichtiger Termin ist das Tarkib-Festival.

Beitrag hören

SyrienKinder deutscher IS-Kämpfer warten weiter auf Rückkehr

Kinder und Frauen werden in das  syrische  Flüchtlingscamp Al-Hol gebracht. (picture alliance/Chris Huby / Le Pictorium/MAXPPP/dpa)

Rund 7.000 Kinder unter sieben Jahren leben im nordsyrischen Lager Al Hol, darunter auch die Waisen und Kinder deutscher IS-Kämpfer. Ihre Zukunft ist ungewiss. Zwar hat die Bundesregierung nun erstmals mehrere Kinder nach Deutschland zurückgeholt, der Streit um die Verantwortung geht jedoch weiter.

Beitrag hören

Zur Pflege nach ThailandDas Dorf der Vergesslichen in Chiang Mai

Betreuerin Tay (r), aufgenommen am 09.09.2016 in der Nähe von Chiang Mai in Nordthailand) mit zwei demenzkranken Gästen bei einem Shopping-Ausflug. Im Dorf Faham, 20 Kilometer nördlich von Chiang Mai gibt es eine Einrichtung «Baan Kamlangchay» für gut ein Dutzend Langzeitgäste in verschiedenen Demenzstadien, die von mehr als 40 Mitarbeitern betreut werden. (dpa / Christiane Oelrich/dpa )

In Chiang Mai im Norden Thailands hat ein Schweizer zunächst nur für seine Mutter, inzwischen aber für einige Demenzkranke aus Deutschland, der Schweiz und Österreich Betreuung organisiert. Die Patienten werden rund um die Uhr von thailändischen Pflegerinnen betreut, gehen im Dorf zum Friseur, ohne ein Wort zu verstehen - doch die Pflege sei liebevoller und besser, meint der Gründer.

Beitrag hören

Flüchtlinge in KamerunRückkehr in Zentralafrikanische Republik kaum möglich

Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik in einem Dorf im Osten Kameruns, 2014 (AFP / Reinnier Kazé)

Aus der Zentralafrikanischen Republik, in der seit 2013 Bürgerkrieg herrscht, sind rund 270.000 Menschen ins benachbarte Kamerun geflohen. Ende Juni haben die beiden Regierungen und das UN-Flüchtlingswerk ein Rückkehrabkommen geschlossen – aber bisher denkt kaum jemand daran, in das weiterhin von Gewalt erschütterte Land zurückzukehren.

Beitrag hören

Jemen-KonfliktSaudi-Arabien entgleitet die Kontrolle

Separatisten vom sogenannten südlichen Übergangsrat STC posieren in der Stadt Aden. (AFP / Nabil Hasan)

Seit dem jüngsten Vorstoß der südjemenitischen Separatisten auf Aden werden die Machtkämpfe nicht nur immer verzwickter, sondern auch zum Desaster für Saudi-Arabien. Eine besonders brisante Rolle spielen die Vereinigten Arabischen Emirate.

Beitrag hören

Auf dem Weg zur zivilen Regierung"Schattenprozess" gegen Al-Bashir

General Mohamed Hamdan Daglo (r.) vom regierenden Übergangs-Militärrat und Ahmed Rabie von der prodemokratischen Protestbewegung unterzeichnen am 4. August 2019 ein Verfassungspapier, um den Weg zu einer Zivilregierung im Sudan freizumachen (Ashraf Shazly / AFP)

Nach Monaten der blutigen Unruhen und Militärherrschaft rückt eine Zivilregierung im Sudan in greifbare Nähe. Die Aufarbeitung vergangener Verbrechen werde dabei zunächst eine untergeordnete Rolle spielen, sagte Annette Weber von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Dlf.

Beitrag hören

Umweltkrise im irakischen BasraGiftiges Wasser, giftiger Boden

In den Stadtkanälen von Basra türmt sich der Müll (Deutschlandradio / Carsten Kühntopp)

Die Provinz Basra im Süden des Irak leidet unter katastrophalen Umweltschäden. Die Bauern können nichts mehr anbauen, aus den Wasserhähnen kommt nur noch eine giftige bräunliche Brühe - die Krebsraten rund um den Fluss Schatt al-Arab sind hoch.

Beitrag hören

Mehr anzeigen