Eine Welt 

KolumbienCoronakrise gefährdet auch den Friedensprozess

Am 30. Juni 2020 demonstrieren Aktivisten in Cali, um auf Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land hinzuweisen. Sie verurteilten auch die Morde an zahlreichen Friedensaktivisten und ehemaligen Guerilleros.  (imago/Agencia EFE)

In Kolumbien ist die Corona-Pandemie nicht nur eine gesundheitliche Krise, sie schwächt auch den Aussöhnungsprozess zwischen der FARC und der kolumbianischen Regierung. Die Gewalt gegen Friedensaktivisten und ehemalige Guerilleros ist in der Coronakrise stark gestiegen.

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Brasilien und CoronaEine "kleine Grippe" mit verheerenden Auswirkungen

Indigene Brasilianer vom Stamm "Parque das Tribos" trauern um ihren Chef Messias Kokama, der an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben ist.  (AFP / MICHAEL DANTAS)

Brasilien befindet sich seit Wochen an der Spitze der Negativskalen rund um Corona. Auch die Politik des rechtspopulistischen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro dürfte dazu beigetragen haben. Besonders auf dem Land wird die Situation immer unübersichtlicher.

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Grenzkonflikt als koloniales ErbeEskalation im Streit zwischen Indien und China

Soldaten der indische Grenztruppen an einem Straßenposten in der Region Ladakh (imago/Waseem Andrabi)

Erstmals seit 1975 hat es in dieser Woche wieder Tote an der Grenze zwischen Indien und China gegeben. Deren Verlauf ist gleich an mehreren Stellen zwischen beiden Ländern umstritten. Nun droht der Konflikt weiter zu eskalieren: Indien denkt über Gegenmaßnahmen nach - trotz Abhängigkeit von China.

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Staatliche CyberangriffeNordkoreas anderes Waffenprogramm

Nordkoreanische Flagge auf Handy vor dunkler Hacker-Gestalt im Kapuzenpulli (Miguel Candela / imago)

Nordkorea ist auch im Cyberspace aktiv. Immer wieder werden dem abgeschotteten Land Hackerangriffe zur Last gelegt. Es soll dabei um Milliarden Dollar gehen - und um Daten, erklären langjährige Beobachter dieser Aktivitäten.

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El Salvadors Präsident BukeleVom Hoffnungsträger zum Autokraten?

Nayib Bukele hält eine Ansprache in einem representativen Raum. (imago/ZUMA Press/Camilo Freedman)

Mit dem Versprechen, die grassierende Gewalt im Land zu bekämpfen, wurde Nayib Bukele vor einem Jahr zum salvadorianischen Präsidenten gewählt. Die Mordrate hat sich seitdem halbiert. Kritiker werfen dem Politiker vor, dabei antidemokratisch vorzugehen und El Salvador zu einem autoritären Staat umzubauen.

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Irak und SyrienDer Terror des IS kommt langsam wieder

Auf einer Toreinfahrt eines zerbombten Areals in der Region um Rakka in Syrien ist das Logo der vertriebenen Terrormiliz Islamischer Staat zu sehen. (imago / Sebastian Backhaus)

Vor gut einem Jahr wurde die Terrororganisation IS militärisch besiegt. Inzwischen kommt es wieder verstärkt zu Anschlägen durch IS-Kämpfer im Irak und Syrien. Und die Miliz könnte noch schlagkräftiger werden – weil ihre Gegner mit der Corona-Pandemie beschäftigt sind.

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Gangs verteilen Lebensmittel in KapstadtWenn der Drogendealer sich als Wohltäter verkauft

Leon Meyer saß 18 Jahre im Gefängnis, unter anderem wegen Mordes. Er war ein Anführer der Gang Mongrels. Hier in Cape Flats, Kapstadt. (Adrian Kriesch/deutschlandradio)

Die Cape Flats im südafrikanischen Kapstadt sind berüchtigt für ihre Bandenkriminalität. Es geht um Drogenhandel und Macht. Auch während der Corona-Pandemie ist der Staat in diesen Stadtteilen nicht präsent. Diese Lücke nutzen Gangster und beliefern die Menschen mit Lebensmitteln.

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Corona-Pandemie in AfrikaEthiopian Airlines in der Krise

Eine Frachtflugzeug der Ethiopian Airlines wird am Flughafen in Nairobi entladen (AFP / Tony Karumba)

Die äthiopische Fluggesellschaft Ethiopian Airlines gilt als die profitabelste Afrikas. Die Frachtflieger sind ausgelastet, doch das Passagiergeschäft liegt wegen der Coronakrise brach. Die Folgen sind dramatisch: Ganze Regionen sind in Afrika vom Flug- und Warenverkehr abgeschnitten.

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CoronakriseIsraels Arbeitslosigkeit steigt

Israelische und palästinensische Mitarbeiter arbeiten am 18. Februar 2019 in der Fabrik von SodaStream, einem israelischen Hersteller von Kohlensäureprodukten, in der Beduinenstadt Rahat in der Wüste Negev.  (AFP / Gil Cohen-Magen)

Die Folgen der Corona-Pandemie sind auch in Israel spürbar. Vor der Krise herrschte praktisch Vollbeschäftigung. Doch nun steigt die Zahl der Arbeitslosen - im Mai sogar auf 25 Prozent. Ökonomen fürchten, dass die ohnehin schon große soziale Ungleichheit im Land noch weiter wachsen wird.

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Corona-PandemieWie ein fallender Ölpreis Reformen in Angola verhindert

Ein Kind steht vor dem Haus der Familie in Luanda, Angola. (picture alliance / Sergey Mamontov)

Angola ist reich an Erdölvorkommen, aber abhängig von Rohöl-Exporten. Der Zugang zu Trinkwasssr und Bildung ist unzureichend, die Ernte verfault, weil die Infrastruktur desolat ist. Das bei China hochverschuldete Land muss seine wenigen Mittel nun zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einsetzen.

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Coronakrise in ZentralasienDemokratische Entwicklung ausgebremst

Wandgemälde im kasachischen Nur-Sultan, um die Arbeit der medizinischen Personals im Land zu würdigen (imago / Xinhua / Kalizhan Ospanov)

Es gab Hoffnung für die Demokratie in Zentralasien. Doch in Coronazeiten verfallen Länder wie Kasachstan oder Kirgistan zurück in autoritäre Muster. Menschenrechtler sagen, die Regierungen würden die Ausnahmesituation der Coronakrise ganz bewusst nutzen, um langjährige Regimekritiker loszuwerden.

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Rückholung von IS-Angehörigen stocktDie Kinder sind die Leidtragenden

Kinder und Frauen werden in das  syrische  Flüchtlingscamp Al-Hol gebracht. (picture alliance/Chris Huby / Le Pictorium/MAXPPP/dpa)

In dem syrischen Lager Al Hol werden immer noch mehrere hundert ausländische Staatsbürger festgehalten, unter ihnen viele Deutsche und Europäer. Sie sollen mit der Terrororganisation IS in Verbindung gestanden haben. Die Regierungen zögern, sie zurückzuholen. Besonders die Kinder leiden darunter.

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Anti-Terrorkampf im TschadZweifel an Offensive am Tschadsee

Mitglieder der tschadischen Armee bei einem Abschlusstraining in Kooperation mit dem US-amerikanischen Militär. (picture alliance / AP Photo)

Die Sahel-Zone in Westafrika ist zahlreichen Angriffen islamistischer Gruppen ausgesetzt. Als schlagkräftiger Gegner gilt die tschadische Armee, unterstützt wird sie auch von den USA und der EU. Doch Menschenrechtler kritisieren öffentliche Darstellungen und das intransparente Vorgehen des Militärs.

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EU-Mission "Irini"Libyen: Viele offene Fragen bei der Embargoüberwachung

Ein Kämpfer der international anerkannten Regierung feuert ein schweres Maschinengewehr auf die Streitkräfte der selbsternannten Libyschen Nationalen Armee.  (picture alliance/Amru Salahuddien/dpa)

Die Mission "Irini" soll Waffenlieferungen nach Libyen eindämmen und verfolge damit ein hehres Ziel, sagte Thomas Claes, Landesdirektor der Friedrich-Ebert-Stiftung für Libyen, im Dlf. Allerdings gebe es noch viele offene Fragen, wie zum Umgang mit dem NATO-Partner Türkei oder mit Migranten auf dem Seeweg nach Europa.

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COVID-19 in Subsahara-AfrikaPandemie bedroht politische Stabilität

Straßenszene am 8. April 2020 in Nairobi, Kenia, inmitten der weltweiten Covid-19-Pandemie. Wandmalerei zur Sensibilisierung für die Gefahren des Virus. (picture alliance / SOPA Images / ZUMA Wire / Boniface Muthoni)

COVID-19 hat Afrika spät erreicht, doch inzwischen steigen auch dort die Infektionszahlen. Nicht nur Millionen Menschen sind bedroht, sondern die Stabilität ganzer Staaten könnte gefährdet sein. Die Zahl der Terrorangriffe im Tschad, in Mali und Nigeria ist bereits gestiegen.

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Krieg im JemenWollen die Kriegsparteien wirklich Frieden?

Rückansicht zweier Huthi-Kämpfer, einer trägt eine Panzerfaust auf der Schulter (picture alliance / AP Photo / Hani Mohammed)

Im Jemen gilt seit vergangener Woche eine einseitig verkündete, durch das Coronavirus bedingte Feuerpause. Der zuständige UN-Vermittler sieht Fortschritte hin zu einem dauerhaften Waffenstillstand. Doch es gibt begründete Zweifel, ob die Kriegsparteien wirklich an einem Frieden interessiert sind.

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Ebola und SARS-CoV-2Kongo, ein Land zwischen zwei Viren

Nach Ebola würden viele Helfer im Kongo gern die Schutzkleidung ein- für allemal ablegen. Danach sieht es aber angesichts des Coronavirus nicht aus. (imago / Sally Hayden)

Der Kongo hat Ebola fast besiegt. Doch während das eine Virus mittlerweile unter Kontrolle scheint, verbreitet sich das nächste: SARS-CoV-2. Hilfsorganisationen stehen vor der Herausforderung, ihre Mittel gut zu verteilen. Denn das Gesundheitssystem im Kongo ist noch immer schwach.

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COVID-19 in den USAUS-Gesundheitssystem vor dem Kollaps

Vor einem New Yorker Krankenhaus stehen mehrere Kühllastwagen, März 2020, während des Corona-Ausbruchs. (Tatiana Stolyarova/Sputnik/dpa )

Explodierende Kosten, mangelnde Transparenz, marktbedingte Konkurrenz zwischen Laboren und Krankenhäusern: Die Coronakrise entblößt die Schwächen des amerikanischen Gesundheitssystems. Doch viele glauben, dass damit die Chance auf eine zukünftige, allgemeine Gesundheitsversorgung entsteht.

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Corona-Pandemie in LateinamerikaZwischen Quarantäne und Verschwörungstheorien

Leerer Bahnhof in Buenos Aires   (dpa/ picture alliance/ NurPhoto)

Die Präsidenten von Argentinien und Peru schalten in den nationalen Krisenmodus. In Brasilien übt sich der Staatschef in Verharmlosung. Der Umgang mit Corona in lateinamerikanischen Ländern ist sehr unterschiedlich – über politische Lager hinweg.

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Das Kuba-Embargo 60 Jahre US-Sanktionen ohne den gewünschten Erfolg

(ARD-Studio Mexiko)

Mit ihren Sanktionen versuchen die USA inzwischen seit 60 Jahren vergeblich, die kommunistische Führung in Kuba zu stürzen. Und es spricht wenig dafür, dass sich das in Zukunft ändert. Dass US-Präsident Trump die Sanktionen zuletzt sogar wieder verschärfte, hat andere Gründe.

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Im Schatten des großen NachbarnCorona-Management Taiwan

KInd auf einem Spielplatz (Carina Rother / Deutschlandradio)

Taiwan gehört zu den Ländern weltweit, die die Ausbreitung des Corona-Virus trotz großer räumlicher und wirtschaftlicher Nähe zu China am besten gemanagt haben. Denn die Demokratie mit ihren knapp 24 Millionen Taiwanesen war vorbereitet und reagierte sehr schnell.

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Ein Jahr nach Zyklon "Idai"Sturmsicheres Bauen in Mosambik

Szene in Beira, Mosambik, ein Jahr nach dem verheerenden Zyklon Idai (Deutschlandradio / Stefan Ehlert)

Ein Jahr nach dem verheerenden Zyklon Idai geht es in Mosambik vor allem um widerstandsfähiges Bauen. Über eine halbe Milliarde Euro Hilfsgelder für Sanierungen sind zugesagt - das reicht aber nicht für alle beschädigten Häuser. Viele Menschen schlafen immer noch unter Plastiktüten.

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MaliStrategiewechsel im Anti-Terror-Kampf

Malis Präsident Keita am 7. November 2019 mit Soldaten des Landes  (AFP)

Der Kampf gegen die Dschihadisten in Mali wird auch mit Unterstützung ausländischer Soldaten geführt. Frankreich hat gerade erst seine Truppen in der Region aufgestockt. Doch der Präsident Malis setzt parallel dazu auch auf eine andere Lösung: Verhandlungen mit den Islamisten.

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Aufarbeitung der DiktaturDie Wut der jungen Chilenen

Demonstration auf der Plaza Italia in Santiago de Chile (imago images / Aton Chile / Jonnathan Oyarzun)

Vor 30 Jahren trat der chilenische Diktator Augusto Pinochet zurück. Doch die Folgen seiner Militärdiktatur sind bis heute spürbar. Seit Monaten protestieren viele Menschen in Chile für soziale Gerechtigkeit. Vor allem junge Chilenen wollen das Erbe der Diktatur nicht mehr länger tragen.

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Parlamentswahl in TadschikistanAlles bleibt beim Alten

Emomali Rahmon, seit 1994 Staatspräsident von Tadschikistan (Imago / Alexei Druhhinin /Tass)

Rund 4,8 Millionen Menschen sind aufgerufen, in der Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan ein neues Parlament zu wählen. Doch eigentlich haben sie gar keine Wahl, denn eine Opposition gibt es nicht in dem von Staatschef Emomali Rahmon autoritär geführten Land an der Grenze zu Afghanistan.

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Israel vor der nächsten WahlHoffen auf das Ende des politischen Patts

Ein Wahlplakat der Blau-Weißen Partei von Benny Gantz mit einem Konterfei von Gantz und Ministerpräisdent Benjamin Netanju mit der Aufschrift auf Hebräisch: Netanjahu denkt nur an sich, Gantz denkt ans Land (Parlamentswahlen, Israel) (imago / UPI Photo / Debbie Hill)

Bereits zum dritten Mal binnen eines Jahres sind die Israelis am Montag zur Wahl aufgerufen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hofft ebenso wie sein Herausforderer Benny Gantz, dass es diesmal für eine klare Mehrheit reicht. Doch das Land ist weiterhin entlang der beiden politischen Lager gespalten.

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Alltag im SüdsudanEin von Hunger und Flucht geprägtes Land

Lehrerin Grace mit ihren Schülern an der neuen Wasserpumpe ihrer Schule (Deutschlandradio / Anne Allmeling)

Es ist das jüngste Land der Welt: Vor fast zehn Jahren erklärten die Südsudanesen ihre Unabhängigkeit. Doch die anfangs positive Entwicklung machten die Bürgerkriegsparteien schnell zunichte. Viele Menschen leiden Hunger, ein Drittel ist auf der Flucht. Eine Einheitsregierung soll nun für Stabilität sorgen.

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Afrika und das CoronavirusEin Kontinent wappnet sich gegen einen Erreger

Ankommende Fluggäste im nepalesischen Kathmandu auf einem Laufband, oben auf einem Monitor ein Infrarotbild derselben Szene (imago / Skanda Gautam)

Wo Waren verkehren, können auch Keime verkehren. Afrika rüstet sich angesichts seines regen Handels mit China gegen das dort grassierende Coronavirus. "Wir müssen wirklich gut vorbereitet sein", sagt ein WHO-Vertreter. In Afrika seien die Gesundheitssysteme vieler Staaten schwach.

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OmanNeuer Sultan unter Reformdruck

Sultan Haitham bin Tariq al Said bei seiner Amtseinführung im Sultanspalast in Maskat am 11.01.2020. (imago / Yang Yuanyong)

Nach dem Tod des Sultans Qaboos bin Said hat dessen Cousin die Herrschaft in Oman übernommen. Qaboos hat das Land 50 Jahre lang regiert und Oman aus der bitteren Armut in die Moderne geführt. Das Volk hat ihn auch deshalb verehrt. Kein leichtes Erbe für seinen Nachfolger, Sultan Haitham.

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Machtpolitik mit dem Virus Warum China Taiwan aus der WHO raushält

Menschen tragen Mundschutz in der Metro von Taipeh (Deutschlandradio/Carina Rother )

Als Nachbar von China will Taiwans Regierung genau über den Verlauf des Coronavirus informiert sein. China aber sieht Taiwan als Teil des eigenen Landes und verhindert, dass Taiwan Mitglied der Weltgesundheitsorganisation WHO wird. Mit Folgen für Taiwans Informationspolitik.

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BrasilienBolsonaro hebt Schutz indigener Gebiete auf

Indigene Frauen schreien politische Parolen bei einem Protest gegen die Umweltpolitik des rechten Präsidenten Bolsonaro und den Verlust ihrer traditionellen Siedlungsgebiete. Bolsonaro will vor allem das Amazonasgebiet stärker wirtschaftlich nutzen und weitere Rodungen zulassen. (picture alliance/Tuane Fernandes/dpa)

Rund 13 Prozent des brasilianischen Staatsgebietes wird von Indigenen bewohnt und war bislang geschützt - das hat auch den Regenwald gerettet. Doch Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro will die Schutzgebiete für Bergbau, Energiegewinnung und andere wirtschaftliche Ausbeutung freigeben.

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Rüstungsproduktion"China baut seine militärische Macht aus"

Militärparade in Peking im Jahr 2015  (picture alliance / Photoshot)

China ist nach den USA der größte Waffenproduzent der Welt. Der Regierung in Peking gehe es um Macht und Einfluss, um die Welt zu gestalten, sagte Sicherheitsexperte Christian Mölling im Dlf. Die USA schlössen eine militärische Konfrontation mit China in der Zukunft nicht aus.

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Indien nach dem BrexitAttraktiver Partner für Großbritannien

Boris Johnson als britischer Außenminister mit dem indischen Premierminister Narendra Modi 2017 in Neu Dehli, Indien (AFP / PIB)

Vor mehr als 70 Jahren hat Großbritannien seine Kolonie Indien freigegeben. Auch wenn ihr Verhältnis zu der ehemaligen Kolonialmacht ambivalent ist, hat die indische Regierung an geschäftlichen Beziehungen mit Großbritannien Interesse, besonders nach dem Brexit.

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Zwangsarbeit in EritreaGefördert mit EU-Geldern?

Arbeiter stehen an Deck eines Botes im Fischereihafen von Massawa, Eritrea (picture alliance / dpa / imageBROKER)

Die EU subventioniert in Eritrea ein Straßenbauprojekt, in dem vor allem Nationaldienstleistende arbeiten – und zwar zwangsweise. Laut EU soll das Projekt helfen, Frieden und Handel zwischen Eritrea und Äthiopien zu fördern. Für Menschenrechtler dagegen stützt die EU damit Zwangsarbeit und Unterdrückung.

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Algerien lässt Gefangene freiEhemalige Inhaftierte erzählen

Demonstranten bilden Sprechchöre. Ein Mann im Vordergrund hält eine brennde Fackel in die Höhe.  (AFP/Ryad Kramdi)

Nachdem Algeriens mächtiger Armeechef Ahmed Salah Ende Dezember plötzlich gestorben ist, scheint das nordafrikanische Regime auf die Demonstranten zu zugehen, die seit mehr als zehn Monaten den Rückzug der alten Garde fordern. Inzwischen wurden mehrere Inhaftierte dieser Protestbewegung freigelassen.

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IndienGefahr der Radikalisierung in Kaschmir

Ein Soldat einer indischen Paramilitär-Einheit in Srinagar im Bundesstaat Jammu und Kaschmir (Imago/Idrees Abbas)

Vor einem halben Jahr erkannte die indische Regierung der mehrheitlich muslimischen Region Kaschmir ihre Sonderrechte ab. Seitdem herrscht Ausnahmezustand. Das dränge insbesondere junge Männer in die Radikalisierung, beobachten Kaschmirer - und befördere eine Hinwendung an das angrenzende Pakistan.

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Burkina FasoGeisel des Terrors

Anschlag in Ouagadougou: Menschen stehen in einiger Entfernung zu dem Anschlagsort in der Hauptstadt von Burkina Faso. Man sieht dichte, schwarze Rauchwolken. (AFP / Ahmed Ouoba)

Burkina Faso gilt als Sinnbild für den sich ausbreitenden Terror in Westafrika. Seit vier Jahren erlebt der westafrikanische Staat einen terroristischen Anschlag nach dem anderen. Obwohl die internationale Gemeinschaft Hilfe angekündigt hat, kommt im Land laut Regierung aber wenig an.

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Befriedung "Libyen hat alles, um einen Neustart zu schaffen"

Ein Kämpfer der international anerkannten Regierung schaut mit einem Fernglas durch ein Einschussloch in einer Hauswand (picture alliance / dpa / Amru Salahuddien)

Ein türkischer Einmarsch wäre die erste offizielle ausländische Truppenpräsenz im Bürgerkriegsland Libyen - inoffiziell seien dort viele Länder aktiv, sagt der Journalist Mirco Keilberth, der das Land bereist hat. Er meint, die Zeit für eine friedliche Lösung in Libyen sei noch nicht abgelaufen.

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Separatisten in West-KanadaTrudeau kämpft gegen einen "Wexit"

Kanadische Flagge im Gegenlicht (picture alliance / Panimages)

Kanadas Premier Justin Trudeau will nach seiner knappen Wiederwahl den Klimawandel aktiver bekämpfen. Separatisten im Westen des Landes, wo die Arbeitslosigkeit steigt, sehen diesen Fokus auf Ökologie kritisch - und fordern einen "Wexit".

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Neue Regierung FernándezArgentinien vor großen Reformaufgaben

Alberto Ángel Fernández, Präsidentschaftskanidat des Parteienbündnisses „Frente de Todos“ in Argentiien spreizt nach seiner Stimmangabe in Buenos Aires die Finger einer Hand. Links steht seine Frau. | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Ralf Hirschberger)

Eine Politik der sozialen Wohltaten mit ungeklärter Finanzierung? Vertreter von Wirtschaft und Opposition in Argentinien halten das nicht für den richtigen Weg. Sie fordern tiefergreifende Reformen, unter anderem verlässliche Bedingungen für die Wirtschaft.

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Krieg im Jemen"Viele Menschen müssen dreckiges Wasser trinken"

Männer und Kinder füllen an einer Wasserpumpe in Jemens Hauptstadt Sanaa Trinkwasser in Plastikkanister  (picture alliance / Photoshot/ Mohammed Mohammed)

Die Hälfte der Menschen im Bürgerkriegsland Jemen lebt nach UN-Angaben in akuter Not. Sowohl Regierung als auch Huthi-Rebellen seien verantwortlich für die humanitäre Lage, sagte Jemen-Expertin Marie-Christine Heinze im Dlf. Es mangele an sauberem Wasser, Medikamenten und bezahlbaren Lebensmitteln.

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Japans Umgang mit GeflüchtetenJahrelange Haft, keine Perspektive

Ein Gefängnisaufseher steht im Zellentrakt in einer Haftanstalt in Tokio  (AFP/ Karyn Nishimura)

In Japan bleiben abgelehnte Asylbewerber im Durchschnitt zwei Jahre in Abschiebehaft, viele jedoch länger. Immer wieder treten Häftlinge in Hungerstreik, um gegen ihre unmenschliche Behandlung im Gefängnis zu protestieren. Als Flüchtling anerkannt wird kaum jemand.

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Taiwan vor den WahlenEin Land, zwei Identitäten

Die taiwanische Präsidentin Tsai Ing-Wen steht zusammen mit dem Bürgermeisterkandidaten Chen Chi-mai in einem Tempel in Kaohsiung und betet. (imago/Zuma Press/Stanley Leung)

Im taiwanischen Wahlkampf dreht sich alles um die Beziehung zu China. Die Volksrepublik sieht die Insel als Teil ihres Territoriums und droht mit militärischer Gewalt. Vor allem junge Taiwaner schauen nach Hongkong und fürchten um ihre Freiheit.

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Protestfreitag in AlgerienDemonstranten halten die Wahlen für manipuliert

Demonstranten während des 41. Freitagsprotestes "Hirak" gegen die politische Elite, aufgenommen am 29. November 2019 (imago images/Hans Lucas)

24 Millionen algerische Wähler waren am Donnerstag aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Später verkündete die Wahlbehörde: Der neue Präsident heißt Abdelmadjid Tebboune. Die Protestbewegung aber will weitermachen - bis das Regime aus Vertrauten des ehemaligen Machthabers Bouteflika tatsächlich fällt.

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KongoMilizen richten Gewalt gegen Zivilbevölkerung

Proteste im kongolesischen Monusco gegen die UN-Mission am 30.11.2019, weil diese bewaffnete Angriffe gegen Zivilisten wohl häufig nicht verhindert  (AFP / Patrick Meinhardt)

In der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo fliehen Hunderttausende vor bewaffneten Gruppen, die plündern, vergewaltigen und töten. Doch wer hinter den Angriffen steckt, weiß niemand genau. Eine UN-Mission soll helfen, die Zivilbevölkerung zu schützen. Doch ihre Möglichkeiten sind begrenzt.

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Frauen in Saudi-ArabienZwischen Geschlechtertrennung und Welteroberung

Für Journalistin Somayya Jabarti war die Aufhebung des Fahrverbots für Frauen ein entscheidender Schritt. Eine Frau steht vor einem Plakat. (Deutschlandradio / Anne Françoise Weber)

In den vergangenen Jahren hat die Regierung in Saudi-Arabien die Stellung der Frauen gestärkt. Gerade junge gut ausgebildete Frauen haben den Eindruck, dass ihnen die Welt offensteht. Doch die Freiheit hat weiterhin ihre Grenzen.

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Opioid-Krise in den USADealer im weißen Kittel

Ein Arzt hält Tabletten in der Hand. (imago/STPP)

Der Abstieg in die Drogen hat für tausende US-Amerikaner mit opioidhaltigen Schmerzmitteln begonnen. Besonders dramatisch ist die Lage in Tennessee. Dort kommen auf 100 Personen 94 Rezepte. Auch Claire Patterson wollte eigentlich nur ein Medikament gegen Migräne - und wurde abhängig von Heroin.

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RohingyaDie Ungewollten in Myanmar

Die Rohingyas flüchten weiterhin aus Myanmar (29.9.2017). (AFP / Fred Dufour)

In der kommenden Woche beginnt das Verfahren gegen Maynmar vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Dem Land wird Völkermord an den muslimischen Rohingya vorgeworfen. Vor Ort findet das Vorgehen der Armee jedoch Beifall in der Bevölkerung - und in vielen buddhistischen Gemeinden.

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UsbekistanWie unabhängig ist die Justiz?

Schawkat Mirsijojew, Präsident von Usbekistan (dpa / Bernd von Jutrczenka)

Seit knapp drei Jahren setzt Präsident Schavkat Mirziyoyev in Usbekistan eine Reform nach der anderen um. Durch politische und wirtschaftliche Veränderungen lockt er ausländische Geldgeber ins Land. Doch Zweifel an der Funktionsfähigkeit der Justiz wachsen und verunsichern auch Investoren.

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IranDemonstranten unter Druck

Protest mit brennenden Reifen in der iranischen Stadt Isfahan. (AFP)

Nach den Protesten im Iran ist für die Regierung in Teheran klar: Das Ausland steckt dahinter. Zwar scheint es im Land seit einer Woche wieder ruhig zu sein. Doch die Demonstranten zahlen weiter einen hohen Preis. Festnahmen sind an der Tagesordnung und die Regierung mobilisiert ihre Unterstützer.

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Sierra LeoneZwischen Traumata, Drogen und Ausbeutung

Fünf der ehemaligen Kindersoldaten um ein Okada genanntes Motorrad (Deutschlandradio/ Benjamin Moscovici)

Sie haben gemordet, vergewaltigt und gebrandschatzt und sind doch selbst Opfer. In Sierra Leone versuchen ehemalige Kindersoldaten, mit dem zivilen Leben zurechtzukommen. Doch der Weg ist lang. Während früher Warlords an ihnen verdient haben, sind es heute Geschäftsleute.

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LibanonIrans Verbündete unter Druck

Beirut, 13. November 2019 Xinhua -Menschen nehmen an einem Protest in Baabda südöstlich von Beirut im Libanon teil. Tausende libanesische Demonstranten blockierten am Mittwoch die Straßen im gesamten Libanon, um ihre Empörung auszudrücken. (imago-images/ Bilal Jawich)

Landesweite Proteste gegen Misswirtschaft und Korruption haben zuletzt den Libanon erschüttert. Eine der führenden sunnitischen Politiker, Ministerpräsident Saad al-Hariri, wirft das Handtuch und sucht nun mit den schiitischen Gruppen neues Führungspersonal. Aber auch die Verbündeten des Iran stehen unter Druck.

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Verschiedene Symptome, ähnliche ProblemeWas hinter den Protesten in Lateinamerika steckt

Aktivisten in Buenos Aires setzen sich für chilenische Proteste ein. (dpa / picture alliance / Carol Smiljan)

Chile, Brasilien und Nicaragua, Venezuela, Bolivien, Ecuador – in vielen Ländern Lateinamerikas gehen die Menschen gegen ihre Regierungen auf die Straße, aus scheinbar höchst unterschiedlichen Gründen. Lateinamerika-Kennern zufolge leiden diese Länder allerdings alle unter ähnlichen Problemen.

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