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Einfluss von rechts?
Wutbürger im Kabarett

Der Wutbürger schreit auf der Straße seine Empörung heraus. Er pöbelt im Internet. Und in der Wahlkabine kreuzt er Protestparteien an. Der Prototyp des Wutbürgers ist als Kunstfigur auf der Kabarettbühne angekommen.

Von Rainer Link | 20.03.2019
    Wutbürger: Wort des Jahres 2010
    Wutbürger: Wort des Jahres 2010 (dpa - picture alliance)
    Wutbürger sehen sich als die authentische Stimme des Volkes. Deshalb haben sie immer Recht. Sie diffamieren Zeitungen und Fernsehen als Lügenpresse und die etablierten Parteien als korrupte Selbstbereicherungsvereine.
    Kanzlerin Merkel begeht in ihrer Sicht andauernd Landesverrat, wenn nicht gar Hochverrat.
    Wutbürger fühlen sich als Opfer der Demokratur und der Political Correctness. Sie kämpfen gegen Flüchtlinge, Genderpolizei, erzwungene Frühsexualisierung, den Islam und noch mal gegen Flüchtlinge. Sie streiten für die christliche deutsche Familie und die Werte des Abendlandes.

    Ein "Querköpfe" -Abend mit ganz viel maßlosen Vorurteilen, aber auch mahnenden Worten.