Singapur
Einreiseverbot gegen die britische Band Massive Attack

Die britische Trip-Hop-Band Massive Attack darf nicht mehr in Singapur einreisen. Das Verbot wurde nach Angaben der Polizei des asiatischen Stadtstaates erlassen, nachdem die Musiker bei einem Auftritt dort die palästinensische Flagge auf der Bühne entfaltet hatten.

    Die Musiker der Band Massive Attack auf der Bühne während eines Auftritts in Mailand, dahinter sind auf einer großen Leinwand völlig zerstörte Gebäude zu sehen
    Massive Attack kritisieren auf ihren Konzerten immer wieder das Vorgehen Israels im Gazastreifen - hier mit einem Foto, das Zerstörungen zeigt. (picture alliance / NurPhoto / Alessandro Bremec)
    Die Behörden sprachen von "Handlungen zur Unterstützung einer politischen Sache und des Entfaltens einer ausländischen Flagge". Wörtlich heißt es: "Die Polizei nimmt Handlungen, die die ethnische und religiöse Harmonie in Singapur potenziell beeinträchtigen könnten, sehr ernst." In Singapur ist es nicht erlaubt, öffentlich ausländische nationale Symbole ohne Genehmigung zu zeigen. Massive Attack hat schon bei mehreren Konzerten das Vorgehen Israels im Gazastreifen kritisiert.
    Massive Attack feierten ihre größten Erfolge in den 1990er Jahren. Ihr kommerziell erfolgreichster Hit ist "Unfinished Sympathy" gefolgt von "Teardrop". Letzterer erlangte weltweite Bekanntheit vor allem als Titelsong der US-Serie Dr. House.
    Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.