Brüssel
Einrichtung von Abschiebezentren in Drittstaaten nach Einigung ungewiss

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen sieht kein grundsätzliches Problem in der Einrichtung von Abschiebezentren in Drittstaaten.

    Eine EU-Flagge, die 12 Sterne auf blauem Grund zeigt, weht an einem Fahnenmast im Wind.
    In den sogenannten "Return Hubs" außerhalb der Europäischen Union sollen abgelehnte Asylbewerber untergebracht werden. (picture alliance / Rupert Oberhäuser)
    Das Europaparlament und die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten hatten sich gestern darauf geeinigt. Ein Sprecher des UNHCR sagte dazu heute in Genf, Voraussetzung sei, dass Menschenrechtsstandards eingehalten würden.
    Eine formale Zustimmung zu der Einigung steht noch aus.
    Welche Länder bereit wären, solche Abschiebezentren auf ihrem Staatsgebiet einzurichten, ist aber noch offen. Der SPD-Innenpolitiker Demir sprach deshalb von einer Phantomdebatte. Er kenne kein Land, in dem das Verfahren erfolgen könne. Die Grünen-Abgeordnete Kaddor sagte, die EU folge dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn". Verantwortung auszulagern, ersetze keine verantwortungsvolle Politik.
    Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.