Mehrkampf-WM
Eisschnellläufer Maly verzichtet aus Protest gegen Verband auf WM

Der deutsche Eisschnellläufer Felix Maly wird aus Solidarität mit seinem Teamkollegen Fridtjof Petzold nicht an der bevorstehenden Mehrkampf-WM in Heerenveen teilnehmen. Maly sagte in einer Erklärung, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag, er halte es für problematisch, wenn öffentliche Kritik zu sportlichen Konsequenzen in Form eines Startverbots führe.

    Der Eisschnellläufer Felix Maly bei dem Olympischen Winterspielen in Italien. Photocopyright Gladys Chai von der Laage
    Der Eisschnellläufer Felix Maly (picture alliance / Gladys Chai von der Laage / Gladys Chai von der Laage)
    Er sei als Leistungssportler auf faire, transparente und verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen. Dazu gehört für ihn auch die Möglichkeit, Missstände oder Kritikpunkte anzusprechen, ohne befürchten zu müssen, dadurch sportlich benachteiligt zu werden.
    Demnach hat der 31-Jährige Maly die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) darüber informiert, eine mögliche WM-Nominierung nicht wahrzunehmen. Fridtjof Petzold hatte von strukturellen Defiziten im Verband sowie einer unzureichenden Betreuung bei den Olympischen Winterspielen gesprochen. Die DESG hatte in der Vorwoche die von Petzold erhobenen Vorwürfe entschieden zurückgewiesen.
    Das DESG-Präsidium hat danach ein vorläufiges Startverbot für den 28-Jährigen verfügt und dessen Status als Bundeskaderathlet mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Petzold muss nun um die Fortsetzung seiner Karriere bangen.
    Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.