Kritik von Hausärzten
Elektronische Patientenakte findet kaum Anklang: Warken kündigt Verbesserungen an

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband zieht rund ein Jahr nach der Einführung der elektronischen Patientenakte eine kritische Bilanz. Nur wenige Patienten hätten sich ihre Akte bisher angeschaut. Bundesgesundheitsministerin Warken kündigte nun Verbesserungen an.

    Nina Warken spricht bei einer Pressekonferenz zum geplanten Sparpaket gegen höhere Kassenbeiträge vor einem blauen Hintergrund in mehrer Mikrofone.
    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Der Zugang zur Akte müsse einfacher werden, sagte sie. Deshalb werde man unter Einhaltung hoher Schutzstandards das Authentifizierungsverfahren vereinfachen. Außerdem sollen weitere Anwendungen integriert werden, darunter die E-Überweisung, eine digitale Ersteinschätzung und eine verankerte Terminvermittlung.
    Die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Beier, kritisierte, die wenigsten Patienten hätten sich ihre Akte angeschaut. Das liege vor allem an einem absurd komplizierten Registrierungsprozess, sagte sie den Funke-Medien. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen erklärte, es fehlten zentrale Funktionen wie digitale Impf- oder Bonushefte.

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    Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.