
Die Staatsanwaltschaft wirft drei früheren Firmenverantwortlichen des inzwischen insolventen hessischen Herstellers Wilke fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. 2019 wurden in von Wilke in Umlauf gebrachten Wurstwaren teils hohe Belastungen mit Listerien festgestellt, die Lebensmittelvergiftungen auslösen können. Elf Menschen waren nach dem Verzehr gestorben. Der Betrieb im hessischen Twistetal wurde im Herbst 2019 geschlossen.
Der Prozess begann mit jahrelanger Verspätung, da Gericht und Staatsanwaltschaft seit 2022 über einige nicht zur Anklage zugelassene Punkte gestritten hatten. In der nun verlesenen Anklage wurde auf mehrere Vorwürfe verzichtet.
Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
