Hersteller Wilke
Elf Tote: Prozess um keimverseuchte Wurst am Landgericht Kassel gestartet

Sieben Jahre nach dem Tod mehrerer Verbraucher hat vor dem Landgericht Kassel ein Prozess um keimverseuchte Fleisch- und Wurstprodukte begonnen.

    An der Fleischfabrik Wilke sind die Tore heruntergelassen, das zweckmäßige Gebäude ist durch einen Zaun fotografiert.
    Fast sieben Jahre nach dem Tod von elf Verbrauchern nach dem Konsum von mit Listerien verseuchten Fleischprodukten hat der Prozess gegen damalige Verantwortliche des hessischen Produzenten Wilke begonnen (Archivbild). (picture alliance / dpa / Uwe Zucchi)
    Die Staatsanwaltschaft wirft drei früheren Firmenverantwortlichen des inzwischen insolventen hessischen Herstellers Wilke fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. 2019 wurden in von Wilke in Umlauf gebrachten Wurstwaren teils hohe Belastungen mit Listerien festgestellt, die Lebensmittelvergiftungen auslösen können. Elf Menschen waren nach dem Verzehr gestorben. Der Betrieb im hessischen Twistetal wurde im Herbst 2019 geschlossen.
    Der Prozess begann mit jahrelanger Verspätung, da Gericht und Staatsanwaltschaft seit 2022 über einige nicht zur Anklage zugelassene Punkte gestritten hatten. In der nun verlesenen Anklage wurde auf mehrere Vorwürfe verzichtet.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.