EM-QualifikationArbeitssieg zum Auftakt

Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem Sieg in die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 gestartet: Gegen Schottland gab es einen glanzlosen 2:1-Sieg - für den das DFB-Team in Dortmund gerade in der zweiten Halbzeit hart arbeiten musste.

07.09.2014

Andre Schürrle und Thomas Müller jubeln gemeinsam.
Andre Schürrle (li.) gratuliert Thomas Müller zum Führungstreffer. (picture alliance / dpa / Roland Weihrauch)
Auf Thomas Müller war wieder einmal Verlass: Der Mittelfeldspieler erzielte gegen defensiv agierende Schotten erst per Kopf das 1:0 (18.) und staubte später nach einem Eckball zum 2:1 ab (70.). Für Schottland hatte Ikechi Anya zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen (66.).
Die deutsche Nationalmannschaft beherrschte das Spiel in der ersten Halbzeit weitgehend und vergab weitere gute Chancen - etwa durch Müller, der völlig freistehend neben das Tor köpfte (7.). Die Schüsse von Marco Reus und Andre Schürrle wurden kurz nacheinander auf der Torlinie geklärt (26.).
Anderes Bild nach der Pause
Die zweite Halbzeit aber brachte zunächst ein anderes Bild: Die Schotten kamen aggressiv aus der Kabine und setzten die deutsche Mannschaft unter Druck. Steven Naismith ließ drei Gegenspieler stehen, zielte aber knapp neben den Pfosten (48.). Darren Fletchers Kopfball wurde noch geblockt (62.), wenig später aber schlugen die Gäste zu: Anya lief nach einem Konter völlig frei auf das deutsche Tor zu und ließ Torwart Manuel Neuer keine Abwehrchance.
Doch nur vier Minuten später war es Müller, der nach einem Eckball die Konfusion im schottischen Strafraum nutzte und aus kurzer Distanz die erneute Führung erzielte. Diese aber gab dem Weltmeister keine Sicherheit, Schottland blieb gefährlich - hatte aber nicht die ganz großen Chancen. So brachte die deutsche Mannschaft die Führung über die Zeit und holte die ersten drei Punkte auf dem Weg zur EM in Frankreich.
Reus verletzt ausgewechselt
Überschattet wurde der Sieg von einer Verletzung von Marco Reus: Der Mittelfeldspieler, eben erst von einer Verletzung am Sprunggelenk genesen, verließ in der Nachspielzeit humpelnd den Platz. Eine Kernspintomographie am Montag soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben - Bundestrainer Joachim Löw allerdings gab bereits vorsichtig Entwarnung: "Es scheint nicht ganz so schlimm zu sein, aber wir müssen die Untersuchung abwarten", sagte er bei RTL.
(swe)