Erfurt
Empörung nach Auftritt des österreichischen Rechtsextremisten Sellner bei AfD-Fraktion im Thüringer Landtag

CDU und Linke in Thüringen haben den Besuch des österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner bei der AfD-Fraktion im Landtag verurteilt.

    Der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner spricht auf einer Kundgebung.
    Der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner (Archivbild) (picture alliance / dpa / Sebastian Willnow)
    CDU-Generalsekretär Waßmann sprach in Erfurt von einem Alarmsignal, das zeige, wie nahe die AfD Thüringen im rechtsextremen Vorfeld stehe. Die Partei müsse sich öffentlich, klar und unmissverständlich von diesem Auftritt distanzieren. Die Linken-Abgeordnete König-Preuss erklärte, die AfD habe bewusst einen bekannten Vordenker der extremen Rechten in das Herz einer demokratischen Institution geholt. Der Landtag werde damit zur Kulisse für Ideologien gemacht, die offen gegen Menschenwürde, Gleichheit und demokratische Grundrechte gerichtet seien.
    AfD-Generalsekretär Haseloff hatte Fotos veröffentlicht, die ihn zusammen mit Sellner unter anderem im Foyer des Thüringer Landtags zeigen. Er dankte Sellner im Onlinedienst X ausdrücklich für dessen Besuch.

    Streit innerhalb der AfD

    In der vergangenen Woche war Sellner bereits gemeinsam mit der brandenburgischen AfD-Landtagsabgeordneten Kotré aufgetreten. Der AfD-Bundesvorstand hatte die Veranstaltung im Vorfeld kritisiert. Der Umgang mit dem österreichischen Rechtsextremisten Sellner ist in der Partei umstritten.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.