Archiv

"Drakonisch und diskriminierend"
Empörung und Entsetzen über Gesetz gegen homosexuelle Handlungen in Uganda

Die Unterzeichnung des Gesetzes gegen homosexuelle Handlungen in Uganda ist im Ausland mit Empörung aufgenommen worden.

    Zwei Männer sitzen auf einer Bank, eingehüllt in einer Flagge der LSBTI*-Community.
    Das Gesetz gegen homosexuelle Handlungen in Uganda wird im Ausland scharf kritisiert. (Uncredited / AP / Uncredited)
    Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen erklärte, man sei entsetzt, dass das drakonische und diskriminierende Gesetz nun in Kraft sei. Die Regelung stehe im Widerspruch zur Verfassung und müsse dringend gerichtlich geprüft werden. US-Präsident Biden brachte bereits Sanktionen ins Gespräch. Der EU-Außenbeauftragte Borrell betonte, das Gesetz werde Ugandas Beziehungen zu internationalen Partnern untergraben. Die Bundesregierung verurteilte die Regelung ebenfalls, die Niederlande schränkten finanzielle Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit ein.
    Das umstrittene Gesetz hat in Uganda zahlreiche Befürworter. Die Regelung sieht harte Strafen für homosexuelle Handlungen vor, bis hin zu lebenslanger Haft. In bestimmten Fällen ist auch das Verhängen der Todesstrafe möglich.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.