
Wie eine Ministeriumssprecherin mitteilte, dauerten die Gespräche rund zwei Stunden. Ein weiteres Thema sei die generelle Stärkung der deutschen Wettbewerbsfähigkeit gewesen, sagte sie. Ein anschließende Unterrichtung der Presse gab es nicht. Über die Inhalte sei Vertraulichkeit vereinbart worden, hieß es. Der Finanzminister werde die Punkte mit in die kommenden Gespräche innerhalb der Regierung nehmen.
Reiche weist SPD-Vorschläge zurück
Bundeswirtschaftsministerin Reiche hatte zuvor Vorschläge der SPD zur Entlastung der Menschen zurückgewiesen. Die CDU-Politikerin sagte in Berlin, der Koalitionspartner sei in den vergangenen Wochen damit aufgefallen, Vorschläge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig seien. Das führe zu Verwirrung und helfe den Verbrauchern nicht. Die CDU-Politikerin sprach sich unter anderem gegen die von der SPD präferierte sogenannte Übergewinnsteuer aus. Sie selbst plädierte stattdessen erneut für eine temporäre Anhebung der Pendlerpauschale. Für die Güter- und Logistikbranche solle zudem die Dieselsteuer vorübergehend abgesenkt werden, so Reiche.
Thema im Koalitionsausschuss
Die möglichen Entlastungen sollen am Sonntag auch Thema im Koalitionsausschuss sein. Bundeskanzler Merz hatte Reiche und Klingbeil gestern aufgefordert, sich auf Vorschläge zu einigen. Sozialdemokratische Politiker hatten zuletzt neben der Übergewinnsteuer auch einen Spritpreisdeckel gefordert.
Diese Nachricht wurde am 10.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
