
Zwei Spieltage vor Saisonende kann der Traditionsverein den Abstieg aus der zweiten Liga nicht einmal mehr theoretisch verhindern. "Es gibt keine Ausreden", wird Leicesters Vorsitzender Aiyawatt Srivaddhanaprabha in einem Club-Statement zitiert: "Wir haben die größten Höhen und nun die tiefsten Tiefen erlebt, und der Schmerz ist uns allen gemeinsam. Die Enttäuschung, die wir verursacht haben, tut mir aufrichtig leid."
Im Februar waren Leicester wegen Verstoßes gegen die Finanzregeln im Zusammenhang mit dem Aufstieg in der Saison 2023/24 sechs Punkte abgezogen worden. Der Verein scheiterte mit seinem Antrag auf Aufhebung dieser Strafe und verblieb in der Abstiegszone.
Es bleibt ein Funken Hoffnung
Seit dem Titelgewinn in der Premier League 2016, bei dem auch der deutsche Abwehrspieler Robert Huth mitwirkte, erlebten die "Foxes" ein ständiges Auf und Ab. In der Saison 2020/21 gelang mit dem Triumph im FA Cup noch einmal ein weiterer Coup. Doch danach begann die Talfahrt: Vor drei Jahren stieg der Traditionsclub aus der Premier League ab, schaffte aber dann den unmittelbaren Wiederaufstieg. Das Comeback in der Topliga währte jedoch nur eine Saison, es folgte der erneute Abstieg in die zweite Liga - und jetzt der Abstieg in die dritte Liga.
Die Fans hoffen nun darauf, dass ihr Club auch diesmal nur kurz in der dritten Liga verweilen wird. Denn in seiner 142-jährigen Geschichte bestritt Leicester nur eine Saison (2008/09) in der dritten englischen Spielklasse. Damals gewann der Verein den Titel in der sogenannten League One und stieg anschließend wieder auf.
Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
