Israel
Entwaffnung der Hisbollah im Libanon bleibt zentrales Ziel

Auch nach Inkrafttreten der Waffenruhe mit dem Libanon dringt Israel auf eine Entwaffnung der dort aktiven Hisbollah-Miliz.

    Israels Verteidigungsminister Israel Katz bei einem Besuch in Griechenland im Janaur 2026.
    Israels Verteidigungsminister Israel Katz (Archivbild vom 20.1.2026) (IMAGO / One Inch Productions / IMAGO / One Inch Productions)
    Verteidigungsminister Katz machte in einer Videobotschaft deutlich, dass dies mit politischen, aber auch mit militärischen Mitteln erreicht werden solle. Einen Rückzug der israelischen Soldaten aus den von ihnen eroberten Gebieten im Süden des Nachbarlandes schloss er aus. Ministerpräsident Netanjahu hatte gestern erklärt, er wolle an einer rund zehn Kilometer breiten "Sicherheitszone" - wie er es nannte - festhalten, um Angriffe der vom Iran unterstützten Miliz zu verhindern. Die Hisbollah warnte, dass sie für den Fall einer Verletzung der Waffenruhe durch die israelische Armee kampfbereit bleibe.
    Trotz der weiter angespannten Lage machten sich inzwischen tausende Menschen im Libanon auf den Weg zurück in ihre Heimatorte. Die Waffenruhe war um Mitternacht in Kraft getreten, nach mehr als sechs Wochen Krieg. Mehr als eine Million Menschen waren vertrieben worden. 
    Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.