FCAS-Projekt
Entwicklung eines deutsch-französischen Kampfflugzeugs beendet

Das gemeinsame Projekt zur Entwicklung eines deutsch-französischen Kampfflugzeugs wird nicht weitergeführt.

    Modell des Future Combat Air System (FCAS) im Originalmaßstab bei der International Paris Air Show im Juni 2019 am Flughafen Le Bourget bei Paris.
    Modell des Future Combat Air System (FCAS) am Flughafen Le Bourget (ERIC PIERMONT / AFP)
    Der Elyséepalast in Paris bestätigte eine entsprechende Übereinkunft von Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron. In einer Stellungnahme hieß es, die deutsche Bundesregierung sei der Ansicht gewesen, die Unternehmen Dassault und Airbus würden nicht mehr zusammenfinden. Dieser Position habe sich der französische Staatschef angeschlossen. Der Mitteilung zufolge bedauert auch Merz das Ende des Projekts.
    Das gemeinsam geplante Kampfflugzeug galt als eines der wichtigsten europäischen Rüstungsprojekte. Es sollte ab 2040 die deutsche Flotte der Eurofighter sowie die französischen Rafale-Maschinen ersetzen. Auch Spanien wollte an dem Projekt mitwirken.
    Die deutsche und die französische Luftwaffe hatten unterschiedliche Anforderungen an die Entwicklung gestellt: Nach den Vorstellungen Frankreichs sollte das Kampfflugzeug auf Flugzeugträgern landen können und atomwaffenfähig sein. Deutschland legte besonderen Wert auf eine hohe Geschwindigkeit der Maschine. Hinzu kamen Unstimmigkeiten zwischen Dassault und Airbus.
    Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.