
"Nur mit einer funktionierenden Stromversorgung kann die Ukraine im Krieg bestehen und den Wiederaufbau schaffen", sagte die SPD-Politikerin. Genau deswegen habe Russland in den vergangenen Wochen gezielt die Energieinfrastruktur bombardiert. "Damit darf und wird Russland keinen Erfolg haben."
Zuschussvertrag mit Ukrenergo unterzeichnet
Im Rahmen der deutsch-ukrainischen Energiekooperation unterzeichnete die staatliche Förderbank KfW im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums einen Zuschussvertrag über 45 Millionen Euro mit dem staatlichen Energieversorger Ukrenergo. Mit den Mitteln sollen beschädigte Teile der Stromnetzinfrastruktur repariert und das Stromnetz geschützter, effizienter und so weniger anfällig für Angriffe werden. Ein weiteres Ziel ist demnach die Anschlussfähigkeit an das europäische Stromnetz. Nach Regierungsangaben will die Ukraine ihre Stromimporte etwa verdoppeln.
Vorbereitung Ukraine-Konferenz im Juni in Berlin
Unmittelbar nach Schulzes Ankunft in Kiew wurde der für Wiederaufbau zuständige Vizeregierungschef Kubrakow vom Parlament entlassen. Er sollte eigentlich zusammen mit der Ministerin die Ukraine-Konferenz am 11. und 12. Juni in Berlin vorbereiten. Die SPD-Politikerin nahm zur Vorbereitung an einem "Gipfel der Städte und Regionen" teil, bei dem auch Präsident Selenskyj sprach. Der Staatschef begrüßte Schulze zwar. Ein ursprünglich angedachtes Gespräch kam aber nicht zustande.
Themen waren auch die deutsche und internationale Unterstützung bei der Ausbildung von Fachkräften sowie der Stärkung von Kommunen für den Wiederaufbau.
Diese Nachricht wurde am 09.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
