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Verhandlungen in Paris
Entwurf für Plastikabkommen soll bis November stehen

Bei der Ausarbeitung eines internationalen Abkommens zur Eindämmung von Plastikmüll gibt es Fortschritte.

03.06.2023
    Das Foto zeigt einen Mitarbeiter der Initiative "Verynile". Er trägt gepresste Plastikflaschen, die von Freiwilligen und Fischern im Nil gesammelt wurden, um eine Plastikpyramide vor dem Weltsäuberungstag zu errichten.
    Der erste Entwurf für ein Plastikabkommen soll im November stehen. (dpa / AP / Amr Nabil)
    In Paris einigten sich mehr als 170 Staaten darauf, bis zum nächsten Treffen im November in Kenia den ersten Entwurf für eine rechtsverbindliche Vereinbarung vorzulegen. Ziel ist es, die Plastikproduktion zu verringern und Entsorgung und Recycling auszubauen. Saudi-Arabien, China und Indien wollen allerdings verhindern, dass der künftige Vertrag auch mit einer Zweidrittelmehrheit angenommen werden kann, wenn es keinen Konsens unter allen Ländern gibt.
    Der Verband Plastics Europe setzt nach den Worten von Hauptgeschäftsführer Bühler vor allem darauf, die Produktion von Kunststoffen vom Verbrauch fossiler Ressourcen wie etwa Erdöl zu entkoppeln. Im Deutschlandfunk betonte er, es gehe darum, einen Teil des Wachstums in der Branche umzusetzen und gleichzeitig in der Umweltbilanz besser zu werden. Bühler forderte zudem verbindliche Recyclingquoten - vor allem in den Ländern, wo viel produziert werde und wo die ganz großen Abfallmengen entstünden.
    Diese Nachricht wurde am 03.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.