Geowissenschaften
Erdbeben-Warnsignale durch KI entdecken

Künstliche Intelligenz soll künftig helfen, Erdbeben vorherzusagen. Dies galt früher als unmöglich, weil Bruchzonen tief im Untergrund liegen und komplex aufgebaut sind. Forschende unter anderem vom GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam haben jetzt einen Alogirithmus entwickelt, der verborgene Muster sichtbar machen soll, bevor die Erde heftig bebt.

    Ein Seismograph zeichnet Erdbebenaktivität auf
    Die Dokumentation von Erdbeben ist möglich, aber die Vorhersage ist schwierig. (imago | CSP_albund)
    Der Algorithmus hat Erdbeben-Daten ausgewertet und sortiert. Dabei hat die KI nicht auf einzelne Erschütterungen geachtet, sondern Gruppen von ähnlichen kleinen Beben zusammengefasst. So lässt sich die Dynamik im Untergrund besser verstehen, sagen die Forschenden. Denn kleine Beben beeinflussen sich gegenseitig - und zwar umso mehr, je näher ein Starkbeben kommt. In Tests mit alten Starkbeben-Daten erkannte die KI kritische Vorbeben um Wochen bis Monate im Voraus.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.