Vor NATO-Gipfel
Erdogan fordert "Einbindung" der Türkei in europäische Verteidigungsstruktur

Rund eine Woche vor dem NATO-Gipfel in Ankara hat der türkische Präsident Erdogan die Einbindung der Türkei in die europäische Verteidigungsstruktur gefordert.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan nimmt an einem Mittagessen im Dolmabahçe-Palast in Istanbul (Türkei) teil, mehrere Parlamentspräsidenten der NATO-Mitgliedstaaten sitzen auch an Tisch.
    Der türkische Präsident Erdogan und Parlamentsabgeordnete der 32 NATO-Mitgliedsstaaten in Istanbul (picture alliance/Anadolu/Turkish Presidency/Mustafa Kamaci)
    Erdogan sagte in Istanbul vor Parlamentsabgeordneten der 32 NATO-Mitgliedsstaaten, die Türkei wolle an allen Verteidigungs- und Sicherheitsinitiativen auf dem Kontinent beteiligt werden. Die "unverzichtbaren" Beiträge der Türkei zur europäischen Sicherheit würden manchmal übersehen, betonte Erdogan.
    Die EU-Kommission stellt im Rahmen des Programms "Security Action For Europe" rund 150 Milliarden Euro in Form von vergünstigten Krediten zur Finanzierung gemeinsamer Verteidigungsprojekte zur Verfügung. Für eine Teilnahme der Türkei an der Initiative wäre die Zustimmung aller 27 EU-Mitgliedstaaten notwendig. Griechenland drohte bereits mit einer Blockade. 
    Diese Nachricht wurde am 29.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.