
Das geht aus einem im Amtsblatt veröffentlichten Dekret hervor. Danach wurde der als liberal geltenden Bilgi-Universität mit ihren mehr als 20.000 Studenten die Betriebsgenehmigung entzogen. Das Dekret bezieht sich dabei den Angaben zufolge auf die gesetzlich verankerte Möglichkeit, eine private Bildungseinrichtung im Falle eines unzureichenden Bildungsniveaus schließen zu können.
Die 1996 gegründete Universität nahm bislang am Erasmus-Austauschprogramm der EU teil und empfing jedes Jahr zahlreiche ausländische Studenten. Zuletzt sah sich die Hochschule mit Vorwürfen der Geldwäsche und des Steuerbetrugs konfrontiert. Seit zwei Jahren wurde die Bilgi-Universität von einem gerichtlich bestellten Verwalter geleitet.
Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
