Archiv


Erdtrabant oder Ringplanet

Morgen früh vor Tagesanbruch spielen der Mond und der Planet Saturn ein Katz- und Mausspiel. Dabei ist der Mond die Katze, die Saturn jagt. Besonders spektakulär ist dieses Schauspiel etwa 12 Flugstunden westlich von uns an der Pazifikküste Nordamerikas. Dort können Menschen sogar zuschauen, wie der Mond den Ringplaneten verschlingt - ihn bald darauf aber wieder frei gibt. Saturn wird durch den Mond bedeckt.

Damond Benningfield |
    Mond und Saturn gehen bei uns in den späten Abendstunden auf. Sie erkennen den Ringplaneten als goldenen Lichtpunkt links unterhalb des Mondes. Auffällig ist auch ein heller Lichtpunkt direkt unterhalb des Mondes. Das ist der rote Riesenstern Aldebaran – das rote Auge des Stiers.

    Im Laufe der Nacht nähert sich der Mond dem Planeten Saturn immer mehr. Es lohnt sich, die beiden Himmelskörper heute nacht genauer zu beobachten. Durch ein gutes Fernglas oder ein Teleskop wird der Blick auf den Ringplaneten noch spektakulärer.

    Langsam bremst Saturn seine rechtläufige Bewegung ab – das ist die west-östliche Bewegung des Planeten durch den Tierkreis. Am 27. September kommt er zum Stillstand und beginnt dann seine Oppositionsschleife – d.h. er wandert vorübergehend rückläufig über den Himmel.

    Sollten Sie die Gelegenheit haben, einmal zu einer Volkssternwarte zu gehen und dort durch ein Teleskop zu schauen, werden Sie in den nächsten Wochen viel Spaß an Saturn haben. Er ist der Planet der Nacht, der sich heute und morgen Abend in Mondnähe aufhält.