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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update29.06.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Forscher warnen vor einer neuen Angriffstechnik via Excel +++ Intel versteigert seine Mobilfunkpatente +++ Die deutsche Spielebranche bangt um Fördermillionen +++ Google baut zwischen Europa und Afrika ein Seekabel +++ Broadcom ist ins Visier der EU-Kommission geraten +++ Der Mobilfunkstandard 5G soll bundesweit in sechs Modellregionen besonders gefördert werden

Von Lucian Haas

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(Deutschlandradio)
Wochenrückblick aus der IT-Welt – das Info-Update bei "Computer und Kommunikation" (Deutschlandradio)

Forscher warnen vor einer neuen Angriffstechnik via Excel

Sicherheitsforscher der Firma Mimecast konnten zeigen, dass eine in die Tabellenkalkulation Excel integrierte Datenschnittstelle namens "Power Query" genutzt werden kann, um Schadsoftware auf einen Rechner zu laden. Genutzt wird dafür das Dynamic Data Exchange Protokoll, kurz: DDE. 

Power Query dient eigentlich dazu, Daten aus externen Quellen in Tabellen einzubinden. Mit ein paar Tricks ist es aber möglich, darüber auch schädlichen Programmcode einzuschleusen, und zwar ohne dass Antivirus-Programme das erkennen. Bisher ist noch kein Fall aus der Praxis bekannt, bei dem diese Technik ausgenutzt wurde. Die Sicherheitsforscher von Mimecast raten dennoch zur Vorsicht. Verhindern ließen sich potenzielle Angriffe, in dem man die DDE-Funktionalität in Microsoft Office deaktiviere.

Quelle: Mimecast


Intel versteigert seine Mobilfunkpatente

Im April hatte Intel bekannt gegeben, sich aus der Entwicklung von Funkmodems für Smartphones zurück zu ziehen. Jetzt will der US-Chiphersteller offenbar ein riesiges Paket von Patenten verkaufen, die mit den Mobilfunkstandards 3G, 4G und 5G zusammenhängen. Insgesamt soll es sich um rund 8500 Patente aus verschiedenen Anwendungsbereichen handeln, berichtet das Fachmagazin IAM.

Eine britische Kanzlei sei mit der Versteigerung beauftragt worden. Experten rechnen mit einem starken Interesse anderer Firmen an den Patenten. Neben Qualcomm entwickeln auch Hersteller wie HiSilicon und Mediatek Chips für 5G-Modems.

Quelle: IAM Media


Die deutsche Spielebranche bangt um Fördermillionen

50 Millionen Euro hatte die Bundesregierung für 2019 als Fördermittel für die Videospielbranche in Deutschland angekündigt. Die Spielefirmen hofften schon auf ähnliche Fördersummen in kommenden Jahren. Doch die könnten ausbleiben. Denn im Entwurf des Bundeshaushalts für das Jahr 2020 sind keine Mittel zur Förderung von Videospielen enthalten. 

Der Branchenverband Game kritisierte das: Damit eine Games-Förderung, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, auch international konkurrenzfähig sein könne, sei eine langfristige Unterstützung durch die Bundesregierung notwendig. Die Games-Förderung brauche Planungssicherheit, um erfolgreich zu sein, schrieb der Verband in einer Stellungnahme. Für die sogenannte Games-Förderung ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur verantwortlich.

Quelle: Game


Google baut zwischen Europa und Afrika ein Seekabel

Es soll von Lissabon aus bis nach Kapstadt in Südafrika reichen und mehrere Abzweige in andere afrikanische Länder wie zum Beispiel Nigeria bekommen. Der Bau des "Equiano" genannten Projektes soll bis 2021 fertig sein. Es handelt sich um ein Glasfaserkabel, das im Raum-Multiplex-Verfahren betrieben wird, was laut Google die Kapazität erhöht.

Es soll 20 Mal mehr Daten transportieren können als bisherige Seekabel in der Region. Equiano ist das dritte Überseekabelprojekt von Google. Der Konzern betreibt bereits eigene Glasfaserverbindungen zwischen der Ostküste der USA und Europa sowie zwischen Los Angeles und Chile in Südamerika.

Quelle: Google


Broadcom ist ins Visier der EU-Kommission geraten

Es geht um möglicherweise illegale Wettbewerbspraktiken des US-Chipkonzerns. Die EU-Kommission teilte mit, eine förmliche Untersuchung eingeleitet zu haben. Broadcom ist der weltweit größte Anbieter von Chipsätzen für TV-Digitaldecoder, Modems und WLAN-Geräte. Die EU-Wettbewerbshüter werfen Broadcom unter anderem vor, einige seiner Hauptkunden mit illegalen Mitteln vertraglich so zu binden, dass sie praktisch ausschließlich Chips von Broadcom erwerben.

Damit würden Wettbewerber vom Markt ausgeschlossen. Die Einleitung des kartellrechtlichen Prüfverfahrens greife dem Ergebnis noch nicht vor, erklärte die EU-Kommission. Im äußersten Fall könnten allerdings Strafen in Milliardenhöhe fällig werden.

Quellen: dpa, EU-Kommission


5G soll bundesweit in sechs Modellregionen besonders gefördert werden

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat dafür Mittel in Höhe von 44 Millionen Euro freigegeben. Die Fördergelder des Bundes sollen dazu dienen, die Potenziale von des Mobilfunkstandard 5G praxisnah zu entwickeln, zu erproben und zu demonstrieren. 

Die sechs Modellregionen befinden sich in Hamburg, Aachen, Kaiserslautern, in der Lausitz, rund um Braunschweig und Wolfsburg sowie in der nordbayerischen Region Amberg-Weiden. In der Region Kaiserlautern zum Beispiel soll einer der Schwerpunkte von 5G-Förderprojekten auf "Smart Agriculture" liegen. Das ist der Einsatz digitaler Lösungen in der Landwirtschaft.

Quelle: dpa

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