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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update24.08.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Das Datenleck bei Mastercard war größer als anfangs gedacht +++ Youtube löscht mehr als 200 Propaganda-Kanäle +++ Browser blockieren kasachisches Spionage-Zertifikat +++ Google Photos kann Texte in Bildern erkennen +++ Facebook gewährt mehr Privatsphäre +++ Android verzichtet auf Nachtisch-Namen

Von Michael Stang

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Forschung aktuell: Computer und Kommunikation - Die Meldungen (Deutschlandradio)
Wochenrückblick aus der IT-Welt - das Info-Update bei "Computer und Kommunikation" (Deutschlandradio)

Das Datenleck bei Mastercard war größer als anfangs gedacht

Bei dem Datenleck im deutschen Mastercard-Bonusprogramm "Priceless Specials" sind auch Listen mit vollständigen Kartennummern in Umlauf gelangt. In den ersten bekannt gewordenen Listen waren die Nummern noch bis auf die letzten vier und ersten zwei Ziffern unkenntlich. Das zu den jeweiligen Karten gehörende Ablaufdatum und die Prüfnummer auf der Rückseite waren jedoch nicht Teil des Datenlecks. Damit können die geleakten Kartennummern nicht direkt für Einkäufe im Internet verwendet werden. Es besteht aber die Gefahr, dass Kriminelle mit den in Umlauf gelangten Informationen wie E-Mail, Geburtsdatum, Handy-Nummer oder Anschrift E-Mails verschicken, um an Passwörter zu gelangen.

Quelle: Mastercard | Agenturen     


Youtube löscht mehr als 200 Propaganda-Kanäle

Die Online-Videoplattform hat Youtube 210 Kanäle gesperrt, die Stimmung gegen die Demokratiebewegung in Hongkong gemacht haben sollen. Auf den Kanälen seien in koordinierter Art und Weise Videos zu den Protesten in Hongkong hochgeladen worden, erklärte der Mutterkonzern Google diese Woche. Die Erkenntnisse decken sich mit Erklärungen der Onlinedienste Twitter und Facebook zu China. Diese hatten China vorgeworfen, eine Online-Manipulationskampagne gegen die Demokratiebewegung in Hongkong zu fahren. Die US-Konzerne sperrten deswegen zahlreiche Nutzerkonten.

Quelle: Google | Agenturen


Browser blockieren kasachisches Spionage-Zertifikat

In den Browsern von Mozilla und Google, Firefox und Chrome, wird ab sofort das TLS-Zertifikat, mit dem die kasachische Regierung zeitweise den Datenverkehr von Nutzern überwacht hat, gesperrt. Vor einigen Wochen hatten kasachische Internetprovider angefangen, ihre Nutzer aufzufordern, dieses Root-Zertifikat im Browser zu installieren. Mit dem Zertifikat war es der kasachischen Regierung demnach möglich, den Datenverkehr von Nutzern auch bei verschlüsselten HTTPS-Verbindungen zu überwachen.

Quelle: SPON | Golem | Heise


Google Photos kann Texte in Bildern erkennen

Der Suchmaschinenkonzern hat in seinem Programm Google Photos die Möglichkeit aktiviert, Texte aus Bildern direkt zu kopieren und weiterzuverwenden. Das Unternehmen hatte die Funktion bereits vor einem Jahr vorgestellt, bislang war sie aber noch nicht verfügbar. Rufen Nutzer ein Bild auf, in dem ein Text enthalten ist, können sie diesen erkennen lassen, indem sie die Google-Lens-Schaltfläche am unteren Bildrand drücken. Medienberichten zufolge lassen sich auch aufgenommene Fotos nach Texten durchsuchen.

Quelle: GooglePhotos | Heise | Golem


Facebook gewährt mehr Privatsphäre

Mithilfe des Werkzeugs Clear History können Nutzer sehen, welche Websites und Apps Informationen an den Facebook-Konzern weitergeleitet haben. Zudem können User die bestehende Verbindung der Informationen zum Profil lösen und künftige derartige Verknüpfungen sperren und zwar für einzelne Seiten und Apps oder generell. Damit sollen Nutzer mehr Kontrolle über Daten erhalten, teilte Facebook diese Woche in einem Blogeintrag mit. Die Funktion wird zunächst nur in Irland, Spanien und Südkorea freigeschaltet. Facebook erhält von anderen Webseiten, die Tracking-Werkzeuge oder Logins des Online-Netzwerks einsetzen, Informationen über die Aktivitäten der Nutzer. Als Ziel wird ausgegeben, relevante Anzeigen auch auf Basis des Verhaltens außerhalb von Facebook zu finden.

Quelle: Facebook | SPON | Heise


Android verzichtet auf Nachtisch-Namen

Der Google-Konzern hat sich von der Tradition verabschiedet, Versionen des Betriebssystems Android nach Süßigkeiten zu benennen. Die nächste Variante, für deren Namen bisher der Anfangsbuchstabe "Q" vorgemerkt war, soll nun stattdessen Android 10 heißen, teilte Google in einem Blog-Eintrag mit. Bislang wurden die Versionen in alphabetischer Reihenfolge von Android Cupcake bis zu Android Pie benannt.Laut Google sind mehr als 2,5 Milliarden Geräte mit Android ausgerüstet. Die neue Version soll in einigen Wochen verfügbar sein.

Quelle: Google

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