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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update21.12.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Facebook sammelt Standortdaten trotz Deaktivierung +++ 123456 bleibt das beliebteste Passwort in Deutschland +++ Apple will für Sicherheitslücken bis zu 1,5 Millionen US-Dollar zahlen +++ Sicherheitsforscher entdecken Millionen Facebook-Nutzerdaten offen im Netz +++ Gelesene E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden +++ Der ehemalige Moderator des "WDR Computerclub" Wolfgang Back ist tot +++

Von Michael Stang

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Facebook sammelt Standortdaten trotz Deaktivierung

Der IT-Konzern hat eingeräumt, dass das soziale Netzwerk permanent Standortdaten sammelt, auch wenn die Funktion dafür deaktiviert ist. Dies geschieht vor allem über die Zuordnung mittels IP-Adressen. Das hat das Unternehmen auf Anfrage mehrerer US-Senatoren erklärt. Das Schreiben, in dem Facebook seine Datensammelmethoden erläutert, hat Senator Josh Hawley auf Twitter veröffentlicht. Darin heißt es, Facebook habe nur die besten Absichten beim Sammeln. Nur so könne man personalisierte Werbung ausspielen. Zudem gehe es um die Sicherheit der Nutzer. Wenn sich etwa eine Person normalerweise in London anmeldet, gibt es einen Alarm, wenn jemand versucht sich plötzlich aus Sydney anzumelden. Auch im Kampf gegen Fake-News seien die Standortbestimmungen wichtig, heißt es in dem Schreiben.

Quelle: Facebook-Brief | heise


123456 bleibt das beliebteste Passwort in Deutschland

Das geht aus den Daten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) hervor, das jedes Jahr die meistgenutzten Passwörter der Deutschen veröffentlicht. Datengrundlage dieses Jahr sind 67 Millionen Zugangsdaten aus dem Datenbestand des HPI Identity Leak Checkers, die auf E-Mail-Adressen mit .de-Domäne registriert sind und 2019 geleakt wurden. Insgesamt wurden dieses Jahr 178 Datenlecks eingepflegt, 96 davon wurden von den Diensteanbietern bestätigt. Platz zwei der Passwort-Rangliste belegte die Zahlenreihe von eins bis neun, Platz drei die von eins bis acht. Demnach belegen in Deutschland weiterhin schwache und unsichere Zahlenreihen die Spitzenplätze der meistgenutzten Passwörter. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) weist daher erneut auf die Notwendigkeit sicherer Passwörter hin.

Quelle: HPI


Apple will für Sicherheitslücken bis zu 1,5 Millionen US-Dollar zahlen

Apples Bug-Bounty-Programm ist offiziell gestartet. Das Programm berücksichtigt Schwachstellen in allen eigenen Betriebssystemen bis hin zu iCloud und teils auch für Lücken in bestimmten Beta-Versionen. Der IT- Konzern akzeptiert demnach ab sofort Hinweise auf Sicherheitslücken durch die Allgemeinheit und will als Belohnung bis zu eine Million US-Dollar auszahlen. Für schwere Lücken in ausgewählten Beta-Versionen und erneute Bugs, die zuvor bereits beseitigt worden waren, will Apple eine Bonuszahlung von bis zu 50 Prozent ausschütten.

Quelle: Apple | heise


Sicherheitsforscher entdecken Millionen Facebook-Nutzerdaten offen im Netz

Experten der britischen Webseite Comparitech sind Mitte Dezember auf eine Datenbank gestoßen, die seit dem 4. Dezember ohne Passwortschutz im Internet stand. In der Datenbank befanden sich demnach die Basisinformationen von mehr als 267 Millionen Facebook-Nutzern. Die Datensätze bestanden offenbar aus Namen, Telefonnummern und zugehöriger User-ID. Offenbar handelt es sich bei dem Datensatz um Informationen, die mutmaßlich mit kriminellen Absichten gesammelt wurden, hieß es. Am Donnerstag sei der Server offline gegangen.

Quelle: Apple | heise


Gelesene E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden

Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) diese Woche entschieden. Demnach dürfen gelesene E-Books nicht ohne weiteres als "gebrauchte" Exemplare über das Internet weiterverkauft werden. Nach EU-Recht handele es sich dabei um eine "öffentliche Wiedergabe", für die es die Erlaubnis der Urheber bedürfe. Die obersten europäischen Richter hatten das Urteil im Fall der niederländischen Plattform "Tom Kabinet" gefällt, die sich auf den Weiterverkauf von E-Books spezialisiert hat. Der niederländische Verlegerverband hatte gegen diese Praxis geklagt.

Quelle: Curtia | Golem | Heise


Der ehemalige Moderator des "WDR Computerclub" Wolfgang Back ist tot

Nach Angaben des WDR starb Wolfgang Back bereits am 5. Dezember im Alter von 76 Jahren. Der "WDR Computerclub" und sein Vorgänger "eff eff" war eine der ersten Sendungen, die sich mit digitalen Themen beschäftigte. Back hatte den vom WDR produzierten und in den dritten Programmen ausgestrahlten "Computerclub" zusammen mit Wolfgang Rudolph von 1983 bis 2003 in insgesamt 400 Sendungen moderiert. Ab 2006 führte er die Sendung als Computerclub 2 in eigener Regie fort.

Quelle: WDR | heise          

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