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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update07.03.2020

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Corona-Ausbreitung mit Handydaten einschränken +++ Post will Brief-Empfänger per E-Mail vorwarnen +++ Amazon geht gegen Corona-Wucher vor +++ Ericsson lässt 5G-Basisstationen in den USA produzieren +++ Maschinelles Sehen auf einem Chip +++ China weitet Möglichkeiten aus, KI-Experten auszubilden

Von Piotr Heller

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Forschung aktuell: Computer und Kommunikation - Die Meldungen (Deutschlandradio)
Wochenrückblick aus der IT-Welt – das Info-Update bei „Computer und Kommunikation“ (Deutschlandradio)
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Erforscht, entdeckt, entwickelt Meldungen aus der Wissenschaft

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Hierzulande wird darüber diskutiert, Handydaten für die Eindämmung des Corona-Virus auszuwerten

Lothar Wieler, der Präsident des Roboter-Koch-Instituts, hatte die Diskussion ausgelöst. Das Auslesen von Standortdaten sei "eine gute Möglichkeit, um Kontaktpersonen von Infizierten aufzuspüren", hatte er gesagt. Jedoch klar gestellt, dass es sich dabei um "erste Überlegungen" handele.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung kritisierte das Vorhaben. Man müsse bei derartigen Maßnahmen schauen, ob die Relation stimme, sagte Kassenärztechef Andreas Gassen. Dem Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber lägen die Pläne nur aus Presseinformationen vor, sagte er laut heise.de, verwies jedoch darauf, dass Handy-Standortdaten sehr sensible Informationen seien.

Quelle: afpd | dpa | heise.de


Amazon will juristisch gegen Corona-Wucher vorgehen

Es geht um Händler, die Produkte wie Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel derzeit zu extrem hohen Preisen auf der Online-Plattform anbieten. Das Unternehmen arbeite in den USA mit Staatsanwälten zusammen, um rechtlich gegen derartigen Wucher vorzugehen. Das geht aus einem Brief an einen US-Senator hervor, aus dem der Branchendienst CNET zitiert.

Quelle: cnet.com


Die Post will die Empfänger von Briefen in Zukunft per E-Mail vorwarnen

Die Kunden sollen dann eine E-Mail und auf Wunsch auch ein Foto des Umschlags erhalten, während sich der Brief noch im Zustellnetz der Deutschen Post befindet. Diesen Plan stellte der Konzern diese Woche vor. Im Sommer soll das Angebot starten. Die Post arbeitet dafür mit den Email-Diensten GMX und Web.de zusammen. Der Empfänger muss die Post explizit beauftragen, um den kostenlosen Dienst nutzen zu können.

Quelle: afpd


Ericsson lässt jetzt 5G-Basisstationen in den USA produzieren

Dafür hat der Mobilfunkausrüster eine Fabrik in Texas in Betrieb genommen. Dort wird das Unternehmen so genannte Street-Macro-Basisstationen herstellen. Diese Variante werde vor allem von nordamerikanischen Ericsson-Kunden beim Aufbau des 5G-Netzes verwendet, teilte der Konzern mit.

Ericsson hatte die Produktionsstätte bereits im vergangenen Jahr angekündigt. Neben Nokia ist der schwedische Konzern einer der maßgeblichen Konkurrenten des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei, der in den USA beim Aufbau des neuen 5G-Netzes boykottiert wird.

Quelle: dpa


Österreichische Forscher haben den kompletten Prozess des maschinellen Sehens auf einen Chip gepackt

Maschinelles Sehen ist etwa für Roboter oder selbstfahrende Autos wichtig. Dabei nimmt eine Kamera normalerweise die Bilder auf und überträgt sie dann an einen Rechner, der sie aufwendig auswertet.

Die Forscher haben das alles auf einen Chip übertagen. Er besitzt lichtempfindliche Dioden, mit denen er sozusagen sehen kann. Diese Dioden sind so miteinander verknüpft, sodass sie ein neuronales Netzwerk bilden. Das Netzwerk lernt, indem es die elektrischen Eigenschaften der Dioden anpasst.

Die Wissenschaftler haben dem Chip bisher beigebracht, drei Buchstaben zu unterscheiden. Die Methode ist schneller und kompakter als bisherige Systeme, müsste aber noch weiterentwickelt werden.

Quelle: Nature


China weitet seine Möglichkeiten aus, KI-Experten auszubilden

Das chinesische Bildungsministerium hat im letzten Jahr 180 Hochschulen genehmigt, Hauptfächer mit dem Schwerpunkt 'Künstliche Intelligenz' anzubieten. Im Jahr davor seien es lediglich 35 Hochschulen gewesen, berichtet die South China Morning Post. Damit sei Künstliche Intelligenz die derzeit am schnellsten wachsende Disziplin an chinesischen Hochschulen.

Quelle: South China Morning Post

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