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Erforscht, entdeckt, entwickeltMeldungen aus der Wissenschaft

Negative Premiere auf der ISS +++ Astronauten parken ein Raumschiff um +++ Das Stadtleben sorgt für hohe Cholesterinwerte bei Krähen +++ Eizellen des Nördlichen Breitmaulnashorns befruchtet +++ Ein Kunststoff kann sich selbst zerstören

Von Piotr Heller | 26.08.2019

Neues aus der Wissenschaft - Die Wissenschaftsmeldungen aus "Forschung aktuell"
Neues aus der Wissenschaft - Die Wissenschaftsmeldungen aus "Forschung aktuell" (Deutschlandradio)
Auf der ISS gab es einer Art negative Premiere
Es geht um die Nasa-Astronautin Anne McClain. Sie hat laut der New York Times von der ISS aus auf das Bankkonto ihrer Exfrau zugegriffen. Diese Exfrau bewertet das als einen missbräuchlichen Zugriff auf ihr Konto und beschuldigt die Astronautin des Identitätsdiebstahls. Sie hat bei der Nasa Beschwerde eingelegt. Die Nasa untersucht den Fall gerade. Die Astronautin meldete sich über Twitter zu Wort. Sie schreibt, an den Behauptungen sei nichts dran, bezog sich aber nicht direkt auf den Bericht. Das Interessante an dem Fall ist, dass es sich dabei um die erste Straftat im All handeln könnte. Oder zumindest die erste, die aufgeflogen ist.
Quelle: New York Times | dpa

Ebenfells auf der ISS: Drei Astronauten mussten am Wochenende ein Raumschiff umparken
Alles begann am Samstag, als eine russische Sojus-Kapsel an der ISS andocken sollte. Die Kapsel hat den 1,80 Meter großen, humanoiden Roboter Fedor an Bord. Doch es kam zu Problemen mit dem Andocksytem der ISS, die Kapsel musste in sicherem Abstand zur Raumstation verweilen und Fedor konnte nicht an Bord kommen. Am Sonntag dann bestiegen drei Astronauten eine weitere Sojus-Kapsel, die gerade an der ISS angedockt war, und parkten sie von einem Modul der Raumstation zu einem anderen um. Damit haben sie eine Andockstelle für die Kapsel mit dem Roboter freigemacht.
Quelle: Mitteilung der Nasa | dpa

Das Stadtleben sorgt für hohe Cholesterinwerte bei Krähen
Das haben amerikanische Biologen festgestellt, indem sie die Cholesterinwerte von 140 Jungtieren untersucht haben. Tiere, die in Städten lebten, hatten deutlich höhere Cholesterinwerte als ihre auf dem Land beheimateten Artgenossen, notieren die Forscher im Magazin The Condor.
Sie erklären sich die Werte damit, dass die Krähen in Städten besser an kalorien- und fettreiche Nahrung kämen. Um diese These zu überprüfen, haben sie knapp 70 Krähen-Jungen mit Cheeseburgern gefüttert und stellten bei diesen Tieren ebenfalls hohe Cholesterinwerte fest.
Gesundheitlich scheint das Cholesterin den jungen Krähen jedoch nicht zu schaden. Ganz im Gegenteil: Sie seien fitter als Artgenossen mit niedrigen Werten, schreiben die Forscher.
Quelle: The Condor

Es gibt wieder Neuigkeiten von der Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns
Am Freitag erst hatten Forscher verkündet, den letzten beiden lebenden Weibchen dieser Nashorn-Unterart Eizellen entnommen zu haben. Nun meldet das internationale Team, dass es gestern gelungen sei, sieben davon mit Spermien eines verstorbenen Bullen zu befruchten.
Die Wissenschaftler müssen jetzt abwarten, ob die Eizellen sich zu Embryonen entwickeln. Falls alles klappt, soll später ein Weibchen der verwandten Unterart des Südliches Breitmaulnashorns ein Junges als Leihmutter austragen.
Quelle: Mitteilung der Forscher | dpa

Ein neuer Kunststoff kann sich nach seiner Mission selbst zerstören
Der Stoff ist somit interessant für militärische Anwendungen. US-Chemiker haben daraus bereits kleine Gleiter gebaut. Sie könnten zum Beispiel hinter feindliche Linien fliegen, Sensoren deponieren und fast spurlos verschwinden.
Der Schlüssel liegt in den Verbindungen der einzelnen Elemente, aus denen der Kunststoff aufgebaut ist. Bei dem neuen Material muss nur eine dieser Verbindungen aufbrechen, damit sich auch die anderen auflösen und der Stoff in Sekundenschnelle zerfällt. Wie die Forscher in einer Pressemitteilung schreiben, muss das Material lediglich über eine bestimmte Temperatur hinaus erhitzt oder mit Licht bestrahlt werden, damit es sich auflöst.
Sie haben ihre Erfindung heute auf einem Treffen der Amerikanischen Chemie-Fachgesellschaft präsentiert. Ihnen schweben nicht nur militärische Anwendungen vor. So ließe sich der Kunststoff beispielsweise als eine Art temporärer Kleber in der Bauindustrie nutzen.
Quelle: Pressemitteilung