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StartseiteForschung aktuellMeldungen aus der Wissenschaft19.08.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltMeldungen aus der Wissenschaft

Ein massives kosmisches Ereignis hat Spuren hinterlassen +++ Ebola-Epidemie hat sich nach Südwesten ausgebreitet +++ Flexible Ventilsteuerung soll Benzin sparen +++ Viele Eltern in den USA wollen nur geimpfte Patienten beim Kinderarzt +++ Bioingenieure wollen Folgen von Herzinfarkten abmildern

Von Piotr Heller

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Neues aus der Wissenschaft - Die Wissenschaftsmeldungen aus "Forschung aktuell" (Deutschlandradio)
Neues aus der Wissenschaft - Die Wissenschaftsmeldungen aus "Forschung aktuell" (Deutschlandradio)

Die Spuren eines massiven kosmischen Ereignisses haben letzte Woche die Erde erreicht

Es könnte sich um die Begegnung eines Neutronensterns mit einem Schwarzen Loch gehandelt haben. Vor 900 Millionen Jahren hat das Schwarze Loch diesen extrem dichten Stern verschluckt – ein Ereignis, dass Erschütterungen der Raumzeit hervorgerufen hat, so genannte Gravitationswellen. Diese Gravitationswellen haben letzte Woche die Erde erreicht. Um genau zu sein, erreichten sie spezielle Detektoren in den USA und Italien.

Ein Forscher, der am amerikanischen Gravitationswellendetektor Ligo arbeitet, schreibt heute auf einem Nasa-Portal für astronomische Beobachtungen, dass die Messungen der Geräte höchstwahrscheinlich auf die Kollision eines Neutronensterns mit einem Schwarzen Loch hindeuten. Es wäre die erste Beobachtung dieser Art. Bestätigt ist das jedoch noch nicht. Es besteht nämlich auch die – wenn auch sehr unwahrscheinliche – Möglichkeit, dass es sich um die Kollision eines schweren und eines sehr leichten Schwarzen Lochs gehandelt hat.

Quelle: Pressemitteilung | Nachricht auf dem Nasa-Portal


Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hat sich nach Südwesten ausgebreitet

Das Gesundheitsministerium des Landes meldet einen Fall in der von Milizen kontrollierten Stadt Walikale. Der Ort liegt über 220 Kilometer südwestlich von den am meisten betroffenen Städten an der Grenze zu Uganda. Die Behörden bestätigen auch einen Fall weiter südlich im Land, über den Ende letzter Woche berichtet wurde.

Am Donnerstag hatte Entwicklungsminister Gerd Müller von der CSU den betroffenen Provinzen 50 Millionen Euro zur Bekämpfung der Krankheit in Aussicht gestellt.

Quelle: Reuters | Ärztezeitung


Eine flexible Ventilsteuerung soll Benzin sparen

In Motoren sorgen Ventile dafür, dass Abgase entweichen und frische Luft in die Zylinder strömen kann. Diese Ventile werden auch heute noch – im Prinzip – von einer Nockenwelle gesteuert, also von einem mechanischen Stab, der sich dreht und die Ventile öffnet oder schließt.

Schweizer Ingenieure haben nun ein alternatives Konzept vorgestellt: Sie haben jedes Ventil mit einer elektrohydraulischen Steuerung ausgestattet. So können sie die Luftzufuhrt jedes Zylinders einzeln und präzise einstellen. Mehrere Monate haben die ihr Konzept auf einem Serienmotor getestet. In der Motortechnischen Zeitschrift schreiben sie, dass es im Vergleich zur herkömmlichen Ventilsteuerung bis zu 20 Prozent Kraftstoff sparen könnte.

Quelle: Motortechnische Zeitschrift


Viele Eltern in den USA wollen, dass ihr Kinderarzt nur geimpfte Patienten empfängt

Das geht aus einer Befragung von über 2000 Eltern hervor, die die University of Michigan durchgeführt hat. Über 40 Prozent von ihnen gaben an, dass sie wahrscheinlich die Arztpraxis wechseln würden, sollten dort auch Kinder behandelt werden, deren Eltern sich gegen die empfohlenen Impfungen entscheiden.

Kinder, die etwa nicht gegen Masern oder Keuchhusten geimpft sind, stellen ein Risiko für die anderen Patienten dar. Gefährdet sind vor allem Säuglinge, die selbst noch zu jung für die Impfungen sind, sowie Schwangere.

Quelle: Mitteilung der Universität


Bioingenieure wollen die Folgen von Herzinfarkten abmildern

Bei einem Herzinfarkt werden auch Teile des Herzmuskels geschädigt, weil sie nicht genug Sauerstoff bekommen. Der Schaden ist dabei nicht nur auf die Muskelzellen begrenzt, bei denen der tatsächliche Sauerstoffmangel herrscht. Denn diese Zellen senden Signale an ihre Nachbarn, die dadurch auch zerstört werden. US-Forscher beschreiben im Journal of the American Herat Association nun ein Molekül, das diesen Prozess stoppt. Mit Mäuseherzen konnten sie zeigen, dass der Wirkstoff selbst dann Herzschäden reduziert, wenn er 20 Minuten nach dem Infarkt verabreicht wird.

Derzeit suchen die Wissenschaftler einen geeigneten Weg, das Medikament Menschen zu verabreichen. Danach könnten sie mit den ersten klinischen Studien beginnen.

Das Molekül an sich ist den Forschern schon länger bekannt. Sie haben eine ähnliche Form davon bereits vor zehn Jahren studiert. Damals bemerkten sie, dass es Eigenschaften hat, die die Wundheilung beschleunigen. Dieser damals entdeckte Wirkstoff befindet sich gerade in der sogenannten Phase-III-Studie, heißt es in einer Pressemitteilung. Es handelt sich dabei um die letzte Studie, bevor ein Medikament zugelassen werden kann. Auf den positiven Effekt bei Herzinfarkten wurden die Forscher aufmerksam, als sie die genaue Wirkungsweise des Moleküls untersuchen wollten.

Quelle: Journal of the American Herat Association | Pressemitteilung

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