Samstag, 21.09.2019
 
StartseiteForschung aktuellMeldungen aus der Wissenschaft20.08.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltMeldungen aus der Wissenschaft

Keine afrikanischen Elefanten mehr für Zoos und Zirkusse +++ Die Raumsonde Chandrayaan-2 ist in die Mondumlaufbahn eingetreten +++ Neandertaler hatten offenbar viel Pech +++ Ein weiterer erdähnlicher Planet besitzt keine dichte Atmosphäre +++ Das Schmelzwasser von Gletschern speichert CO2 +++ Nur die Harten bleiben im Garten…

Von Michael Stang

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Neues aus der Wissenschaft - Die Wissenschaftsmeldungen aus "Forschung aktuell" (Deutschlandradio)
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Keine afrikanischen Elefanten mehr für Zoos und Zirkusse

Wildlebende Elefanten aus mehreren Ländern im südlichen Afrika sollen künftig nicht mehr an Zoos und Zirkusse verkauft werden dürfen. Ein entsprechender Antrag afrikanischer Staaten ist bei der Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) in Genf angenommen worden. Er muss am Ende der bis zum 28. August dauernden Konferenz im Plenum noch bestätigt werden. Die Tiere dürfen demnach nur noch an Artenschutzprojekte in ihrem natürlichen Lebensraum – also in Afrika - abgegeben werden. Bisher verkauft vor allem Simbabwe Elefantenbabys unter anderem nach Asien. Die Preise pro Tier liegen bei rund 30.000 Euro.

Quelle: CITES | Agenturen


Die Raumsonde Chandrayaan-2 ist in die Mondumlaufbahn eingetreten

Vier Wochen nach ihrem Start erreichte die unbemannte indische Raumsonde heute früh planmäßig die Mondumlaufbahn. Das knapp 29-minütige Manöver sei "erfolgreich abgeschlossen worden", teilte die indische Weltraumbehörde ISRO mit. Der Orbiter soll laut Plan am 7. September auf dem Südpol des Mondes landen. Mit der Mission will Indien das vierte Land nach den USA, Russland und China werden, dem eine Mondlandung gelingt.

Quelle: ISRO | Agenturen   


Neandertaler hatten offenbar viel Pech

Bekannt war bereits, dass die heute ausgestorbenen Neandertaler vor mehr als 30.000 Jahren Birkenpech herstellten und dies als prähistorischen Kleber verwendeten. Bislang galt die These, dass dieses Pech nur in einem aufwendigen Prozess hergestellt werden kann, bei dem die Baumrinde unter Luftabschluss erhitzt werden muss. Archäologen der Universität Tübingen haben bei Experimenten nun herausgefunden, dass der Klebstoff auch viel einfacher herzustellen ist, schreiben sie im Fachblatt PNAS. Demnach verbrannten die Wissenschaftler Birkenrinden auf Steinen und erhielten so binnen kurzer Zeit den Naturkleber. Die Herstellung und Nutzung von Birkenpech könne daher nicht länger als Hinweis für komplexes Verhalten dienen, so die Studienautoren.

Quelle: PNAS | Uni Tübingen


Ein weiterer erdähnlicher Planet besitzt keine dichte Atmosphäre

Denn dem 50 Lichtjahre von der Erde entfernten Exoplaneten LHS 3844b haben vermutlich starke Sonnenwinde seines Zentralsterns die Gashülle weggeweht. Dieses Schicksal könnte auch anderen extrasolaren Planeten um Roten Zwergen drohen, notiert ein internationales Astronomenteam im britischen Fachmagazin "Nature" nach der Auswertung von Daten des Weltraumteleskops Spitzer. Den Analysen zufolge umrundet der Himmelskörper seinen Zwergstern alle elf Stunden und wendet ihm dabei immer dieselbe Seite zu. Dadurch heizt sich diese Seite auf 750 Grad Celsius auf, während die Temperatur auf der sternabgewandten Seite nahe dem absoluten Nullpunkt liegt. Zwischen Tag- und Nachtseite findet offenbar kein Temperaturausgleich statt. Dies deutet darauf hin, dass der erdähnliche Planet keine dichte Atmosphäre besitzt.

Quelle: NATURE                 


Das Schmelzwasser von Gletschern speichert CO2

Das berichtet ein kanadisch-US-amerikanisches Forschungsteam im Fachblatt "PNAS". Demnach binden die im Gletscherwasser gelösten Mineralien Kohlenstoffdioxid und entziehen das Treibhausgas somit der Luft. Dieser Prozess sei zudem sehr effizient. Bei Experimenten sahen die Forschenden, dass einige Schmelzwasserflüsse in der kanadischen Arktis doppelt so viel CO2 pro Tag und Fläche binden konnten wie der Amazonas-Regenwald. Demnach sind Gletscherflüsse eine wichtige und zuvor übersehene CO2-Senke, heißt es in der Studie.

Quelle: PNAS


Nur die Harten bleiben im Garten…

Das gilt zumindest für bestimmte Spinnen in den USA, die in Gebieten leben, die zunehmend von schweren Wirbelstürmen betroffen sind. Biologen der Universität von Kalifornien in Santa Barbara haben untersucht, wie sich der Bestand von Anelosimus studiosus durch die extremen Wetterereignisse verändert. Wie die Forschenden im Fachblatt "NATURE Ecology & Evolution" darlegen, haben in den vergangenen Jahren vor allem jene Gruppen der Gliedertiere überlebt, die sich durch aggressives und wenig soziales Verhalten auszeichnen. Nach schweren Zyklonen haben sich danach eher angriffslustige Spinnenkolonien ausgebreitet und einen Großteil der sozial lebenden  Gruppen verdrängt. Vermutlich sichert ein aggressives Vorgehen in Notzeiten das Überleben der Spinnen, so die Studienautoren.

Quelle: NATURE Ecology & Evolution

           

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