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StartseiteForschung aktuellMeldungen aus der Wissenschaft09.09.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltMeldungen aus der Wissenschaft

Indien hat seine Mondsonde geortet +++ Die "Summe dreier Kubikzahlen" für 42 gelöst +++ Bezahlte Elternzeit könnte die Impfquoten erhöhen +++ Malaria könnte bis Mitte des Jahrhunderts ausgerottet sein +++ Darmkrebs-Fälle bei jüngeren Erwachsenen nehmen zu

Von Piotr Heller

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Neues aus der Wissenschaft - Die Wissenschaftsmeldungen aus "Forschung aktuell" (Deutschlandradio)
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Indien hat seine verunglückte Mondsonde geortet

Der Orbiter von Chandrayaan-2, der ja planmäßig funktioniert und den Mond umkreist, hat mit seiner Wärmebildkamera ein Foto von dem Landemodul Namens Vikram geschossen.

Das hat der Chef von Indiens Raumfahrtbehörde laut der Nachrichtenagentur ANI gesagt. Jedoch bestünde immer noch kein Kontakt zu dem Lander. Laut der Times of India wolle man jetzt noch 14 Tage lang versuchen, eine Verbindung herzustellen.

Weil der Lander aber wahrscheinlich hart aufsetzte und womöglich falsch ausgerichtet ist, dürfte eine Kontaktaufnahme relativ unwahrscheinlich sein.

Quelle: ANI Times of India


Die "Summe dreier Kubikzahlen" ist nun auch für 42 gelöst

Es handelt sich dabei um ein Mathematik-Rätsel, das die University of Cambridge in den 1950ern aufgestellt hat. Ziel ist es, folgende Gleichung zu lösen: x3+y3+z3=k. Und das für alle möglichen Werte für k von eins bis 100. x, y und z müssen dabei ganze Zahlen sein, auch negative sind erlaubt.

Eine Lösung ist nicht für alle Zahlen möglich. Aber für die meisten, die gehen, haben Mathematiker in den Jahren Lösungen gefunden. Welche Zahl war bislang die einzige ohne Lösung? Die Antwort auf diese Frage lautet: 42.

Zumindest bis jetzt, denn Mathematiker der University of Bristol und des MIT haben nun drei Zahlen gefunden, die die Gleichung für 42 lösen. Sie haben dafür ein Netzwerk aus einer halben Million Heim-PCs genutzt. Bei den Zahlen handelt es sich um -80538738812075974, 80435758145817515 und 12602123297335631.

Quelle: University of Bristol via phys.org | The Aperiodical


Eine bezahlte Elternzeit könnte die Impfquoten bei Kindern erhöhen

Diesen Zusammenhang haben US-Wissenschaftler in Kalifornien festgestellt. Der Bundesstaat hat 2004 ein Gesetz erlassen, wonach jungen Eltern sechs Wochen bezahlter Elternzeit zustehen.

Die Forscher vergleichen die Impfquoten in Kalifornien vor und nach dieser Regelung und zogen auch Zahlen anderer Bundesstaaten heran. Demnach sei die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind bestimmte Impfungen erhält, durch die Elternzeit um bis zu fünf Prozent gestiegen. Das berichten die Wissenschaftler in einer Pressemitteilung. Gerade bei Familien unterhalb der Armutsgrenze sei dieser Effekt noch größer.

Quelle: Pressemitteilung | Artikel beim IZA Institute


Malaria könnte bis Mitte des Jahrhunderts ausgerottet sein

Zumindest theoretisch, wie aus einem Bericht hervorgeht, den die so genannte The Lancet Kommission veröffentlicht hat. 41 Experten für Malaria, Medizin und Politik haben darin die Entwicklung der Krankheit in den nächsten Jahrzehnten modelliert.

Sie kommen zu dem Schluss, dass es möglich wäre, Malaria bis zum Jahr 2050 auszurotten. Dafür müsste man die bestehenden Malaria-Programme ausweiten, neue Werkzeuge entwickeln und etwas mehr Geld als bisher ausgeben. Konkret wären etwa zwei Milliarden Dollar pro Jahr zusätzlich nötig, schreiben die Autoren.

Quelle: The Lancet


Darmkrebs-Fälle bei jüngeren Erwachsenen nehmen zu

Forscher aus den USA und Frankreich haben die Darmkrebs-Fallzahlen der letzten Jahre in über 40 Ländern verglichen. 19 dieser Länder verzeichneten einen Anstieg der Darmkrebs-Raten bei den unter-50-Jährigen. Bei der Hälfte dieser Staaten ging diese Steigerung bei den Jungen mit sinkenden oder konstanten Fallzahlen bei den Älteren einher. Das war etwa in Deutschland, Großbritannien und Dänemark der Fall, schreiben die Forscher im Fachblatt Gut. 

In all diesen Ländern begann der Anstieg der Fallzahlen bei Jüngeren Mitte der Neunziger. Nur in drei Ländern, nämlich Italien, Österreich und Litauen, gingen die Darmkrebs-Raten bei den unter-50-Jährigen zurück. Italien und Österreich haben seit den frühen 1980ern begonnen, ein Darmkrebs-Screening ab dem 45. bzw. 40. Lebensjahr durchzuführen.

Quelle: Gut | dpa

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