Der Luxuslimousine am IPA-Stand auf der "Electronica 2002" ist auf den ersten Blick nichts Auffälliges anzusehen, doch schon beim Platznehmen auf der Rückbank fällt dem aufmerksamen Beobachter auf, dass an der Innendecke nicht weiche Kunstfaser, sondern eine Kunststoffscheibe etwa von der Größe eines Sonnendachs thront. Allerdings gibt sie nicht Blick auf den Sternenhimmel, vielmehr spendet sie selbst Licht - und zwar farbiges, berichtet Albert Cucek von der Abteilung Montagesysteme des Fraunhofer Institutes für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart: "Mit dieser leuchtenden Fläche können unterschiedliche Stimmungen der Insassen erzeugt werden, indem unterschiedliche Farben des Lichts miteinander gemischt werden." Flugs dreht der Ingenieur an drei Schaltern für die Farben Rot, Grün und Blau und zaubert so verschiedene Farbtöne an den Autohimmel. Und ähnlich wie stimmungsvolle Wandfarben mehr Willkommen und Wohlbefinden signalisieren als nacktes Edelweiß, soll auch das Kunstlicht im Auto Stimmungen modulieren.
Quelle der erleuchtenden Tönung sind drei verschiedenfarbige Typen von Leuchtdioden. "Diese so genannten RGB-Leuchtdioden sitzen in den drei Farben Rot, Grün und Blau auf einem winzigen Chip und können getrennt geregelt werden. Das Verfahren ist der Farbmischung beim Fernseher vergleichbar", erklärt Cucek. Normalerweise wäre allerdings das Licht am Rande der Kunststoffscheibe heller als in der Mitte. Deshalb wurde die Scheibe mit einem Muster versehen, das sie leicht gerastert erscheinen lässt. "In diese Kunststoff-Scheibe wird seitlich das Licht der RGB-LEDs eingekoppelt. Mit Hilfe eines Lasers wurde auf der Scheibe eine bestimmte Struktur erzeugt, die gleichmäßig über die Fläche die Totalreflexion aufhebt und für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Fläche sorgt", erläutert Alexander Stamm, der selbst auf die Idee für diese Technik gekommen war.
Zwar können die Passagiere unter dieser diffusen Lichtquelle angenehm und blendfrei Lesen, doch Ziel der ausgeklügelten Beleuchtung samt LED und Umlenkstruktur war vor allem die Gestaltung der Stimmung im Fahrzeug. Dazu Stamm: "So wie über die Personenerkennung über verschiedene Schlüssel Spiegel- und Sitzpositionen automatisch anpasst, können Menschen auch ihre persönliche Farbnote im Innenraum erzeugen und wiederherstellen." Überdies könne das Beleuchtungselement mit weiteren Funktionselementen wie etwa der Klimaanlage gekoppelt werden: "Wenn es den Passagieren beim Einschalten der Klimaanlage etwas zu warm wird, kann ein blauer Ton ein zusätzliches Kältegefühl erzeugen." Die Lichttechnik hat aber auch das Zeug zu mehr und könnte mit größeren Leuchtflächen beispielsweise in der Architektur neue Akzente setzten, um so etwa die Stimmung in einem Restaurant der Tageszeit anzupassen. Da aber RGB-LEDs derzeit noch teuer sind, dürfte der Leuchthimmel zunächst vor allem Luxuskarossen vorbehalten sein. Dann aber wäre auch denkbar, den Fahrer im Stau oder bei zu dichtem Auffahren auf den Vordermann mit Hilfe etwa grünlichen Farbspiels psychologisch zu besänftigen.
[Quelle: Cajo Kutzbach]
Quelle der erleuchtenden Tönung sind drei verschiedenfarbige Typen von Leuchtdioden. "Diese so genannten RGB-Leuchtdioden sitzen in den drei Farben Rot, Grün und Blau auf einem winzigen Chip und können getrennt geregelt werden. Das Verfahren ist der Farbmischung beim Fernseher vergleichbar", erklärt Cucek. Normalerweise wäre allerdings das Licht am Rande der Kunststoffscheibe heller als in der Mitte. Deshalb wurde die Scheibe mit einem Muster versehen, das sie leicht gerastert erscheinen lässt. "In diese Kunststoff-Scheibe wird seitlich das Licht der RGB-LEDs eingekoppelt. Mit Hilfe eines Lasers wurde auf der Scheibe eine bestimmte Struktur erzeugt, die gleichmäßig über die Fläche die Totalreflexion aufhebt und für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Fläche sorgt", erläutert Alexander Stamm, der selbst auf die Idee für diese Technik gekommen war.
Zwar können die Passagiere unter dieser diffusen Lichtquelle angenehm und blendfrei Lesen, doch Ziel der ausgeklügelten Beleuchtung samt LED und Umlenkstruktur war vor allem die Gestaltung der Stimmung im Fahrzeug. Dazu Stamm: "So wie über die Personenerkennung über verschiedene Schlüssel Spiegel- und Sitzpositionen automatisch anpasst, können Menschen auch ihre persönliche Farbnote im Innenraum erzeugen und wiederherstellen." Überdies könne das Beleuchtungselement mit weiteren Funktionselementen wie etwa der Klimaanlage gekoppelt werden: "Wenn es den Passagieren beim Einschalten der Klimaanlage etwas zu warm wird, kann ein blauer Ton ein zusätzliches Kältegefühl erzeugen." Die Lichttechnik hat aber auch das Zeug zu mehr und könnte mit größeren Leuchtflächen beispielsweise in der Architektur neue Akzente setzten, um so etwa die Stimmung in einem Restaurant der Tageszeit anzupassen. Da aber RGB-LEDs derzeit noch teuer sind, dürfte der Leuchthimmel zunächst vor allem Luxuskarossen vorbehalten sein. Dann aber wäre auch denkbar, den Fahrer im Stau oder bei zu dichtem Auffahren auf den Vordermann mit Hilfe etwa grünlichen Farbspiels psychologisch zu besänftigen.
[Quelle: Cajo Kutzbach]