
Die 54‑ jährige Iranerin lag nach einem Herzinfarkt seit mehr als einer Woche auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Stadt Sandschan im Nordwesten des Landes. Mohammadi sei eine Aussetzung ihrer Strafe gegen Zahlung einer hohen Kaution gewährt worden, hieß es in einer Mitteilung der Stiftung. Ihre Behandlung übernähmen nun von ihr selbst ausgewählte Fachärzte.
Mohammadi war 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Anfang Februar wurde sie nach Angaben ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft wegen "Verschwörung" und "propagandistischer Aktivitäten" verurteilt. Menschenrechtsaktivisten fordern ihre Freilassung. Am Freitag appellierten auch die USA an Teheran, Mohammadi sofort aus dem Gefängnis zu entlassen.
Diese Nachricht wurde am 10.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
