
Das berichten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf vertrauliche Dokumente des Maritimen Analyse- und Einsatzzentrums mit Sitz in Lissabon. Den Ermittlern zufolge laden Kriminelle die Drogen vermehrt auf Schnellboote um und bringen sie nach Spanien und Portugal. Zoll und Polizei stünden dem zunehmend machtlos gegenüber. Notwendig sei deshalb der Einsatz von Marineverbänden vor Westafrika und im Seegebiet zwischen den Azoren und Kanaren. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums schloss einen Einsatz der Bundeswehr aus. Dies sei zur Bekämpfung von Kriminalität grundsätzlich nicht vorgesehen.
Nach Angaben der europäischen Polizeibehörde Europol hat der Kokain-Handel nach Europa ein beispielloses Ausmaß erreicht. Ursache seien eine hohe Produktion in Südamerika sowie eine zunehmende Nachfrage in der EU.
Diese Nachricht wurde am 16.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
