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Nahe israelischem Generalkonsulat
Ermittler gehen von versuchtem Terroranschlag in München aus - Wohnhaus des getöteten Schützen durchsucht

Nach den Schüssen nahe dem israelischen Generalkonsulat in München ist das Wohnhaus des getöteten Angreifers in Österreich durchsucht worden.

    München: Fahrzeuge der Polizei stehen in München. Zahlreiche Polizisten sind in der Münchner Innenstadt in der Nähe des NS-Dokumentationszentrums und des Israelischen Generalkonsulats im Einsatz.
    In München wurde rasch ein Großaufgebot von rund 500 Polizisten zusammengezogen. (Simon Sachseder / dpa / Simon Sachseder)
    Zahlreiche Beamte rückten im Salzburger Land aus, um Beweise und Spuren zu sichern, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Ermittler in Deutschland gehen von einem versuchten Terroranschlag aus. Das teilten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft mit. Die Ermittlungen unter Federführung der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus konzentrieren sich demnach auf das genaue Motiv.
    Gegen den 18-Jährigen war bereits vergangenes Jahr ermittelt worden, wegen des Verdachts, dass er sich radikalisiert sowie für Sprengstoff und Waffen interessiert habe. Berichten zufolge war Propagandamaterial des IS auf seinem Mobiltelefon entdeckt worden.
    Die Schüsse in München fielen am Jahrestag des Olympia-Attentats von 1972. Palästinensische Terroristen hatten zwei Mitglieder der israelischen Olympia-Mannschaft getötet und weitere als Geiseln genommen. Ein Befreiungsversuch endete mit dem Tod der Geiseln, eines Polizisten und mehrerer Attentäter.
    Diese Nachricht wurde am 05.09.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.