Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau
Ermittlungen gegen Kabarettisten Uwe Steimle nach AfD-Veranstaltung

Nach einem Auftritt des Kabarettisten Uwe Steimle auf einer AfD-Wahlkampfveranstaltung in Sachsen-Anhalt hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet. Entsprechende Presseberichte bestätigte die Anklagebehörde Dessau-Roßlau.

    Uwe Steimle im Portrait
    Uwe Steimle wird ein Fall für die Staatsanwaltschaft. (Deutschlandradio / Nicolas Hansen)
    Es gehe um den Verdacht der Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten, hieß es. Steimle hatte sich bei der Podiumsdiskussion gestern Abend, an der auch AfD-Bundeschef Chrupalla teilnahm, abfällig über Bundeskanzler Merz geäußert. Der Kabarettist sagte wörtlich: "Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?"
    Claus Schenk Graf von Stauffenberg war ein deutscher Wehrmacht-Oberst und zentraler Kopf des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler. Er ist vor allem bekannt für das gescheiterte Bombenattentat auf Hitler am 20. Juli 1944.
    Auch über Altkanzlerin Merkel hatte sich Steimle bei der AfD-Veranstaltung abfällig geäußert.
    An dem Abend war auf Initiative Steimles auch die DDR-Nationalhymne gesungen worden, bevor die Veranstaltung mit der Nationalhymne der Bundesrepublik beendet wurde.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.