
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen sie in der JVA Euskirchen Häftlingen gegen Geld Vorteile verschafft haben. Am Mittwoch durchsuchten mehr als 200 Polizisten die Haftanstalt und die Wohnungen der Beschuldigten. In Euskirchen sind die meisten Häftlinge im offenen Vollzug untergebracht.
Die beschuldigten Justizbeamten sollen zum Schein Arbeitsstellen und Meldeadressen vermittelt haben, damit Verurteilte ihre Haft in Euskirchen antreten konnten. Zudem konnten sich Häftlinge laut Medienberichten für einige hundert Euro pro Monat vor Kontrollen warnen lassen. Gegen drei ehemalige Insassen wird deshalb ebenfalls ermittelt, weil sie sich darauf eingelassen haben sollen. Justizminister Limbach will kommende Woche den Landtag über die Ermittlungen informieren.
Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
