Südafrika
Ermittlungen zum Tod von Apartheid-Gegner Biko 1977 werden neu aufgerollt

In Südafrika hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zum Tod des prominenten Anti-Apartheid-Aktivisten Steve Biko vor 48 Jahren wiederaufgenommen.

    Eine Sprecherin der Anklagebehörde teilte mit, Ziel sei es, Beweise vorzulegen, um festzustellen, ob Bikos Tod in Polizeigewahrsam durch eine kriminelle Handlung oder Unterlassung verursacht wurde. Der Fall wurde nie strafrechtlich verfolgt.
    Im Herbst 1977 war der damals 30-jährige Gründer der "Black-Consciousness-Bewegung" wochenlang lang verhört worden. Er wurde schließlich bewusstlos, nackt und gefesselt im Kofferraum eines Polizeifahrzeugs in ein 1.200 Kilometer entferntes Gefängniskrankenhaus gebracht, wo er kurz nach der Ankunft starb.
    Bikos Tod löste internationale Empörung über die Brutalität des rassistischen Apartheid-Regimes aus.
    Diese Nachricht wurde am 12.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.