Aufruf durch Verdi
Erneut Einschränkungen bei Bus, S- und U-Bahn - keine Flüge am BER

Heute muss erneut in mehreren Städten und Regionen mit Behinderungen im Bus-, Straßen- und U-Bahnverkehr gerechnet werden. Die Gewerkschaft Verdi setzt ihre Warnstreiks während der laufenden Tarifverhandlungen fort.

    Nordrhein-Westfalen, Köln: Zwei Straßenbahnen der KVB versperren die Zufahrt zu einem Betriebshof der Kölner Verkehrsbetriebe. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftige der Verkehrsbetriebe zu einem Zweitägigen Warnstreik aufgerufen.
    Straßenbahnen der Kölner Verkehrsbetriebe während eines Streiks der Gewerkschaft Verdi. (Archivbild) (Henning Kaiser/dpa)
    Arbeitskampfmaßnahmen sind zum Beispiel in Bayern und weiterhin in Nordrhein-Westfalen geplant. In München ist auch das Rückspiel im Achtelfinale der Fußball-Champions-League zwischen dem FC Bayern und Atalanta Bergamo betroffen.
    In Berlin und Brandenburg stellen die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER den Passagier-Flugbetrieb vollständig ein. Nach Angaben der Betreibergesellschaft FBB sind rund 57.000 Passagiere betroffen. 445 Abflüge und Landungen seien ursprünglich geplant gewesen. Der Streik werde den ganzen Tag andauern.
    Bereits gestern hatte es vor allem in NRW Einschränkungen im Nahverkehr gegeben, so in Köln, Düsseldorf, Duisburg und am Niederrhein. Zudem wurden mehrere ostsächsische Nahverkehrsbetriebe bestreikt. Die massivsten Auswirkungen werden für den morgigen Donnerstag erwartet. Dann hat Verdi zu einem bundesweiten Aktionstag aufgerufen - in fast allen Bundesländern. Nur in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und gestern Nacht auch in Hessen gab es bereits Einigungen. In Niedersachsen gilt die Friedenspflicht.
    Die Beschäftigten kämpfen für bessere Bezahlungen und bessere Arbeitsbedingungen. Die Arbeit im Schichtbetrieb sei kräftezehrend, hieß es. Hier brauche es Entlastung, etwa über eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Zudem müsse die hohe Fluktuation im öffentlichen Personennahverkehr reduziertund die Attraktivität der Arbeitsplätze gestärkt werden. Andernfalls sei der ÖPNV als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge gefährdet.
    Diese Nachricht wurde am 18.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.