Russischer Angriffskrieg
Erneut Energie-Infrastruktur in der Ukraine beschädigt

Russland hat erneut die Energie-Infrastruktur der Ukraine angegriffen.

    Ein Bagger vor einem Schuttberg an einem Umspannwerk; im Hintergrund sind beschädigte Leitungen zu sehen
    Reparaturarbeiten in einem Umfangwerk in Charkiw im April 2024 - in den vergangenen Monaten hat Russland immer wieder gezielt die Energie-Infrastruktur der Ukraine beschossen. (picture alliance / Photoshot)
    Nach Angaben des Energieministeriums in Kiew wurde eine Anlage im Zentrum des Landes bei einem Angriff mit Kamikaze-Drohnen beschädigt. In der westlichen Region Lwiw wurden Freileitungen und elektrische Anlagen getroffen. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, man habe 19 von 21 Kampfdrohnen iranischer Bauart in verschiedenen Regionen abgefangen.
    Nach ukrainischen Angaben ist durch russischen Beschuss seit dem Frühjahr Kraftwerks-Kapazität im Umfang von etwa neun Gigawatt verloren gegangen. Im ganzen Land werden demnach einzelne Bezirke abwechselnd für mehrere Stunden vom Netz genommen, um den Stromverbrauch zu drosseln. Anfang des Monats musste die Regierung die Strompreise um 60 Prozent anheben.
    Menschenrechtler sowie zahlreiche westliche Politiker sehen in den gezielten Angriffen auf zivile Infrastruktur ein Kriegsverbrechen.
    Diese Nachricht wurde am 19.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.