
Nach Agenturberichten versuchten Teilnehmer einer Kundgebung in der Verwaltungshauptstadt La Paz zum Platz vor dem Regierungssitz vorzudringen. Die Demonstranten warfen Steine und selbstgebaute Sprengsätze, die Polizei setzte Tränengas ein. La Paz ist durch Straßenblockaden derzeit weitgehend abgeschnitten vom Rest des Landes. In der Metropole herrscht inzwischen ein Mangel an Lebensmitteln und Treibstoff.
An den Protesten sind neben Bergleuten auch Landwirte, Lehrer und Anhänger von Ex-Präsident Morales beteiligt. Viele fordern höhere Löhne und den Rücktritt von Staatschef Paz. Dieser hat angesichts der Wirtschaftskrise unter anderem Treibstoffsubventionen gestrichen.
Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
